BLKÖ:Firmian, Lactanz Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Firmiane, die Familie
Band: 4 (1858), ab Seite: 234. (Quelle)
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Firmian, Lactanz Graf (Künstler und Kunstfreund, geb. zu Trient 1712, gest, zu Deutschmetz 6. März 1786). Bruder des Vorigen. Liebte die Kunst, übte sie selbst aus und sammelte in dieser Richtung. Nach dem Tode seines Oheims, des Erzbischofs Leopold Anton Eleutherius (s. d. Folg.), fiel ihm die Hofmark Leopoldscron zu (1744), in welcher er nun nahezu durch ein halbes Jahrhundert Sammlungen von Gemälden, Kupferstichen, Schnitzwerken in Holz, Alabaster, Elfenbein, Wachsfiguren, Handzeichnungen und Naturobjecten anlegte, von denen erstere noch heute daselbst zu sehen ist. Der Graf selbst zeichnete, malte in Oel und radirte. Noch ist eine Sammlung von 500 Blättern seiner eigenen Handzeichnungen vorhanden; und eine Suite seiner Radirungen – 21 Blätter theils von ihm, theils von Schauer – aus den J. 1742, 46 und 1751, befindet sich auf der Bibliothek zu Innsbruck. Nebenbei bekleidete Graf Lactanz die Stelle eines Obersthofmeisters und Musik-Inspectors am Hofe zu Salzburg. Sein von Johann Durach gemaltes Porträt befindet sich in Leopoldscron. Der Graf liegt in Villa, einem Gute seiner Tochter Nothburga, verehlichten Gräfin Lodron, begraben.

Pillwein (Benedict), Biographische Schilderungen oder Lexikon salzburgischer, theils verstorbener theils lebender Künstler (Salzburg 1821, Mayer, 8°.) S. 49 [und im unpaginirten Doppelblatte mit den Verbesserungen, ganz zu Ende]. – Kunstblatt (Beilage des Stuttgarter „Morgenblattes“) 1823, S. 59 [die Zusätze in der Anzeige von Pillweins „Biogr. Schilderungen“]. – Nach Kneschke’s „Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart“ I. Bd. S. 236 ist Graf Lactanz am 29. Jänner 1709 geb. – Nagler (G. K. Dr.), Neues allg. Künstler-Lexikon (München 1835) IV. Bd. S. 346. – Oestr. Nat.-Encyklopädie (von Gräffer und Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 142. – Tirol. Künstler-Lexikon (Innsbruck 1830, F. Rauch) S. 52.