BLKÖ:Gandini, Domenico

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Gánótzi, Anton
Band: 5 (1859), ab Seite: 81. (Quelle)
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Gandini, Domenico (Kupferstecher, geb. in der Lombardei), Zeitgenoß. Dieser Künstler, über dessen Lebensumstände und Bildungsgang der Herausgeber diese Lexikons nicht Näheres zu erfahren im Stande war, arbeitet in Mailand vornehmlich[WS 1] für den Herausgeber des italienischen Kunstalbums „Gemme d’arti italiane“ den Buchhändler in Mailand P. Ripamonti-Carpano; jeder Jahrgang des Albums enthält mehrere Kupferstiche von G. nach Gemälden der Ausstellungen in der Brera. Es sind entweder Genrebilder oder histor. Gemälde, welche G. sticht. Hier folgen die Arbeiten, in so fern dem Herausgeber dieselben bekannt geworden, mit Angabe der Maler, nach deren Gemälden Gandini seine Bilder gestochen hat. In den „Gemme d’arti italiane“ Jahrg. VI. (1853) nach Dom. Induno: „L’Appello“; – nach El. Pagliani: „S. Luigi Gonzaga“; – nach Ger. Induno: „La Vivandiera“; [82] – nach Giul. Carlini: „Il pittore Andrea Schiavone e lo scultore Vittoria“; – nach L. Rubio: „Rubens e Vandik“; – nach Gius. Mazza: „Un Millenario“; – nach Carlo Romani: „La Contemplante“; – im Jahrg. VII (1854) nach Gerol. Induno: „Carlotta Corday“; – nach Ferrari: „l’Innocenza“; – nach Molmenti: „La Pia de’ Tolomei“; – nach Franc. Hayez: „La bagnante“; – im Jhrg. VIII (1855) nach Lud. Lipparini: „Vittore Pisani“; – nach Ger. Induno: „I Suonatori“; – nach Dom. Scattola: „Lo sgombramelo di una povera famiglia“; – im Jahrgang IX (1856) nach Gerol. Induno: Il maestro di scuola“; – nach Dom. Induno: „Pane e lagrime“ – und „Il Dolore del soldato“; – nach Molmenti: „L’arresto di Filippo Calendario“; – nach Scattola: „Una sventura“; – im Jahrg. X (1857) nach Scattola: „La sorella maggiore“; – nach Dom. Induno: „Il cattivo amico“; – nach Podesti: „S. Caterina da Siena“; – im Jahrg. XI (1858) nach Giacomo d’Andrea: Giovanni Bellini ed Alberto Durero festeggiati dagli Artisti Veneziani“; – nach Fr. Hayez: „Luigi decimoquarto e Madamigella La Valliere“; – nach Bertini: „Ofelia“. G.’s Grabstichel ist kräftig und sicher; jedoch sind nicht alle Bilder mit gleicher Sorgfalt ausgeführt; größere Figuren gelingen ihm besser und auch figurenreiche Blätter mit Gestalten in sehr kleinem Maßstabe gingen gut gearbeitet aus seiner Hand hervor; aber man merkt vielen seiner Arbeiten den Erwerb an, was der Kunst Eintrag macht.

Gemme d’ arti italiane (Mailand, Verona, Venedig, Ripamonti Carpano, 4°.) anno VI–XI.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: vornämlich.