BLKÖ:Gemmingen zu Hornberg und Treschklingen, Reinhart Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Gelinek, Tobias
Band: 5 (1859), ab Seite: 130. (Quelle)
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Reinhard von Gemmingen-Hornberg (1710–1775) in der Wikipedia
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Gemmingen zu Hornberg u. Treschklingen, Reinhart Freiherr (Feldmarschall-Lieutenant, Ritter des Mar. Theresien-Ordens, geb. zu Hornberg 1710, gest. 27. Nov. 1775). Entstammt einem alten, berühmten und weitverbreiteten Geschlechte (siehe die Quellen). Trat 1728, 18 Jahre alt, als Hauptmann in das Regiment, dessen Inhaber er später war und rückte binnen 17 Jahren am 15. Oct. 1745 zum Obersten vor. Er focht mit dem Regimente 1734 in Neapel, war im Türkenkriege bei der Belagerung von Usiza (1737), dann in den Schlachten bei Dettingen, Rocoux und Lavfeld. Im J. 1755 wurde er General-Major und that sich im 7jährigen Kriege bei mehreren Gelegenheiten hervor, u. z. im Treffen am Holzberge (7. Sept.) und in der Schlacht bei Breslau (22. Nov.), in letzterer wurde er verwundet und mit der Besatzung der Festung gefangen. Bei Hochkirch erhielt er den Auftrag mit vier Bataillons eine auf der Anhöhe liegende stark besetzte Redoute zu nehmen. G. vollführte den Auftrag, trieb den Feind aus der Schanze und erbeutete alle Kanonen. G. wurde dafür in der dritten Promotion (4. Dec. 1758) mit dem Ritterkreuze des Mar. Theresien-Ordens belohnt. Im Jänner 1759 rückte er zum Feldmarschall-Lieutenant vor. Bei der Affaire von Pretschen (29. Oct. 1759) befehligte G. als Feldmarschall-Lieutenant die Arrieregarde, konnte aber der überlegenen Macht des Feindes nicht die Spitze bieten und wurde wieder gefangen.

Ersch (J. S.) und Gruber (J. G.), Allgem. Encyklopädie der Wissenschaften und Künste (Leipzig 1822, Gleditsch, 4°.) I. Sect. 57. Thl. S. 299. – Hirtenfeld (J. Dr.), Der Militär-Mar. Theresien-Orden und seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, 4°.) S. 78 und 1731. – Oestr. Militär-Konversat.-Lexikon. Herausgeg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 670. –