BLKÖ:Grego, Marino

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 5 (1859), ab Seite: 324. (Quelle)
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Grego, Marino (Kanzelredner und Franciskanermönch, geb. auf der Insel Curzola in Dalmatien in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, gest. zu Curzola 1791). Trat frühzeitig in den Franciskanerorden, vollendete die theologischen Studien und lehrte dann selbst zu Brescia die Philosophie, zu Modena und Capodistria die Theologie. Zugleich erwarb er sich als Kanzelredner einen so ausgezeichneten Ruf, daß ihn Papst Pius VI., als er davon Kunde erhielt, zum Bischofe ernannte. G. aber, welcher damals die Würde eines Provinzials in seinem Orden bekleidete, schlug diese Würde aus und zog die klösterliche Einsamkeit allen geistlichen Aemtern vor. Von seinen Reden erschienen mehrere im Drucke, die geistlichen unter dem gewöhnlichen Titel eines „Quaresimale“, die anderen als „Orazioni panegiriche“. Auch besang er das Kloster seiner Vaterstadt in einem Gedichte in illyrischer Sprache.

Dandolo (Girol.), La caduta della repubblica di Venezia ed i suoi ultimi cinquant’ anni. Studii storici (Venedig 1857, Naratovich, 8°.) Appendice S. 295. – Gliubich di Città vecchia (Simeone Ab.), Dizionario biografico degli uomini illustri della Dalmazia (Wien 1856, Lechner, u. Zara, Battara, 8°.) S. 173. – Düringsfeld (Ida v.), Aus Dalmatien (Prag 1857, Bellmann) II. Bd. S. 239.