BLKÖ:Habsburg, Maria Amalia (Herzogin von Parma)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 7 (1861), ab Seite: 23. (Quelle)
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Maria Amalia von Österreich (1746–1804) in der Wikipedia
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204. Maria Amalia, Erzherzogin von Oesterreich, Herzogin von Parma (geb. 26. Februar 1746, gest. zu Prag 18. Juni 1804). Tochter des Kaisers Franz I. Stephan und der Kaiserin Maria Theresia. Sie wurde per Procuration am 27. Juni in Wien, in Person zu Colonna am 19. Juli 1769 mit dem spanischen Infanten Ferdinand von Bourbon, Herzog von Parma und Piacenza, vermält. Im Aachener Frieden (18. October 1748) kamen Parma und Piacenza an Don Felipe, jüngern Bruder des Königs Karl beider Sicilien, mit Vorbehalt des Rückfalles an Oesterreich, auf welchen Oesterreich am 3. October 1759 verzichtete. In Folge des Lüneviller Friedens vom 9. Februar und des Vertrages von Madrid vom 21. März 1801 kam es nach dem Tode des Herzogs Ferdinand an Frankreich. Herzog Ferdinand starb schon im folgenden Jahre (9. October 1802) und seine Gemalin, Erzherzogin Maria Amalia, welche ihm keine Kinder geschenkt hatte, begab sich nach Prag, wo auch sie zwei Jahre später, im Alter von 58 Jahren, starb. Kaiser Joseph charakterisirt seine Schwester selbst als halbe Amazone, geschickt genug, ein Land auch ohne männliche Beihilfe zu regieren. Maria Amalia hatte diesen männlich-kräftigen Sinn auch bewährt, indem sie in unruhevoller, bedrängnißreicher Zeit die geeignetsten Maßregeln ergriff, ihr Land gegen den Andrang der Revolutionsstürme zu schützen.

Gothaisches genealogisches Taschenbuch nebst diplomatisch-statistischem Jahrbuche auf das Jahr 1830, S. 7 und 38; – auf das Jahr 1848, S. 61; – auf das Jahr 1851, S. 46 und 49. – Schimmer (Karl August), Die große Maria Theresia. Das Leben und Wirken dieser unvergeßlichen Monarchin (Wien 1854, Dirnböck, kl. 8°. br.) S. 109.