BLKÖ:Hartmann von Hartenthal, Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Hartmann, Michael
Band: 8 (1862), ab Seite: 17. (Quelle)
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Hartmann von Hartenthal, Anton (Feldmarschall-Lieutenant, geb. zu Krumau in Böhmen 1777, gest. zu Gratz 23. August 1844). Sohn des fürstlich Schwarzenberg’schen Hofrathes Franz Hartmann, der seiner Verdienste wegen von der Kaiserin Maria Theresia in den erblichen Adelstand erhoben worden war. Der Sohn Anton trat 1792 als Cadet in das 1. Feld-Artillerie-Regiment, wurde bald zum Bombardiercorps übersetzt, wo seine tüchtigen mathematischen Kenntnisse dessen Verwendung bei den Mappirungen und trigonometrischen Vermessungen zur Folge hatten. 1795 wurde H. Officier in der Linie, und von 1802 bis 1805 als Oberlieutenant bei Kaunitz-Infanterie Nr. 20 bei der Mappirung in Westgalizien verwendet. 1805 zum Hauptmann im General-Quartiermeisterstabe befördert, diente er in den Feldzügen bis 1809 bei der Armee in Deutschland und wurde in den Friedensjahren 1806 bis 1809 und 1810 bis 1813 bei trigonometrischen Arbeiten zugetheilt. Im Jahre 1813 wurde H. Major, dem Corps des Generals der Cavallerie Grafen Klenau beigegeben, und that sich in der Schlacht bei Leipzig durch Tapferkeit und thätiges Verhalten rühmlichst hervor. Im Jahre 1814 machte H. den Feldzug in Italien mit, wurde Oberstlieutenant und zog 1815 mit dem Corps des Feldmarschall-Lieutenants Bianchi in’s Neapolitanische. 1819 erhielt er das Commando eines böhmischen Grenadier-Bataillons, wurde 1823 Oberst des Infanterie-Regiments Nr. 36, im April 1831 General-Major. Als Brigadier kam er nach Troppau, dann nach Olmütz, St. Pölten und Budweis. 1838 rückte er zum Feldmarschall-Lieutenant und Divisionär in Gratz vor und wurde 1841 Inhaber des Infanterie-Regiments Nr. 29. H. hatte 52 Jahre mit Auszeichnung dem Kaiser gedient. Aus seiner zweimaligen Ehe: 1) mit Theresia von Scharfenfeld, 2) mit Mathilde Freiin von Waldstetten, besaß er sieben Kinder, aus ersterer drei Söhne, welche alle drei die militärische Laufbahn ergriffen haben; aus letzterer drei Söhne und eine Tochter, welche, als der Vater starb, noch sehr jung waren.

Oesterreichische militärische Zeitschrift, redigirt von Joh. Bapt. Schels (Wien, 8°.) Jahrg. 1846, Bd. 3, S. 54. – [18] Wappen. Die Hartmann’s sind eigentlich Klosterneuburger, und in dem am 11. April 1750 an Franz Hartmann verliehenen Adelsdiplome wird der Treue, des Fleißes und der Wachsamkeit, welche die Hartmann als Stadtrichter und Rathsverwandte der Stadt Klosterneuburg bewiesen haben, ausdrücklich Erwähnung gethan. Das Wappen ist ein aufrecht stehender, der Lange nach gespaltener Schild. Im rechten goldenen Felde sieht man an braunem Stengel mit zwei grünen Blättern eine blaue Weintraube. Im linken rothen Felde steht auf felsigem Grunde ein rechtsgekehrter silbern geharnischter Mann, auf dem Kopfe einen Helm mit goldenem Federbusche, die Linke in die Seite gestemmt, mit der ausgestreckten Rechten drei goldene Pfeile vor sich aufrecht haltend. Auf dem Schilde ruht ein in’s Visir gestellter gekrönter Helm, aus dessen Krone der geharnischte Ritter des linken Feldes hervorwächst. –