BLKÖ:Herzog, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 8 (1862), ab Seite: 413. (Quelle)
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Eine mit dem Wiener Culturleben engverwachsene Persönlichkeit war Joseph Herzog, bekannt unter dem Namen: „Der Fiaker mit dem gläsernen Stammbuche“, der überdieß seines schnellen Fahrens wegen auch „der Unbändige“ hieß. Nach der unten angegebenen Quelle wäre er gar vom Adel gewesen. Den Namen „mit dem gläsernen Stammbuche“ führte er von seiner Vorliebe, beliebte Dichter und Künstler herumzufahren, deren Namen er dann mittelst eines Feuersteins in die Fensterscheiben seiner Kutsche schnitt, auf der man unter Anderen folgende las: Ignaz Schuster, Korntheuer, Raimund, Krones, Castelli, Küstner, dieses gläserne Verzeichniß nannte er, drollig genug, sein Stammbuch. [Wiener Courier 1857, Nr. 276; in Nr. 80 dieses Blattes wird sein Abenteuer im Mirakelkeller erzählt, in welchem er sich verwettete: „er wolle auf der Basteimauerbrüstung im Galopp um die Stadt herumfahren, beim Kärntnerthore über die Häuser wegschießen, zur Rose auf den Stephansthurm hinauf, oben werde er dreimal rundherum fahren und durch’s „Krautgassel“ wieder herunterkommen.] –