BLKÖ:Hirnle, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 9 (1863), ab Seite: 45. (Quelle)
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Hirnle, Franz (Bildhauer und Erzgießer, geb. zu Prag, lebte um die Mitte und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts), irrig auch Hirle genannt. Dlabacz in seinem Künstler-Lexikon nennt ihn einen Bildhauer aus Prag, Tschischka einen Bildhauer und Kunstgießer aus Kremsier. Seine Bildung erhielt er an der Wiener Kunstakademie. Später begab er sich nach Kremsier, wo er viele Arbeiten in Holz und Gyps vollendet hat. Von diesen wird das in Zinn gegossene, mit figuralischer Gruppe versehene Grabdenkmal des Fürstbischofs Eck zu Kremsier als wohlgerathen bezeichnet. Auch sind die Bildhauerarbeiten im Lehensaale zu Kremsier von ihm ausgeführt.

Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836, Fr. Beck, gr. 8°.) S. 258 und 365. – Annalen der Literatur und Kunst von Füßli (Wien 8°.) Jahrg. 1810, Bd. I, S. 543 [wo er irrig Hirle genannt wird]. – Dlabacz (Gottfr. Joh.), Allgemeines historisches Künstlerlexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, 4°.) Bd. I, Sp. 632. – Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1858, Fleischmann). Bd. VI, S. 192.