BLKÖ:Hymber, Werner

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Hyrtl, Jacob
Band: 9 (1863), ab Seite: 461. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Werner Hymber in Wikidata
GND-Eintrag: {{{GND}}}, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Hymber, Werner|9|461|}}

Hymber, Werner[WS 1] (Tonsetzer und Violinvirtuos, geb. zu Jöhnitz in Böhmen 4. März 1734, gest. um das Jahr 1800). Trat im Jahre 1755, 21 Jahre alt, in den Orden der barmherzigen Brüder, in welchem er als eines der thätigsten und umsichtigsten Ordensmitglieder bezeichnet wird. Er liebte sehr die Musik und neben seinem geistlichen Berufe bildete er sein musikalisches Talent, nahm Unterricht im Violinspiele bei dem berühmten Lolly, bei Fismann, Luoggi u. A. und als er nach Wien [462] kam und Chorregens der Kirche seines Ordens wurde, bei Seuche in der Composition. Ueberdieß studirte er die Partituren der besten Meister seiner Zeit. Im Jahre 1770 wurde H. Prior im Kloster zu Proßnitz in Mähren. Im Jahre 1790 befand er sich aber als Regenschori an der Ordenskirche zu Kukus in Böhmen, wo er im Alter von 76 Jahren starb. H. war nicht nur Meister auf mehreren Instrumenten, als: auf der Violine, Mandora und auf dem Pianoforte, sondern auch ein gediegener Tonsetzer und viele seiner Messen, Offertorien, Arien, Symphonien und Concerte werden noch im Musikarchive seines Ordens aufbewahrt.

Dlabacz (Gottfr. Johann), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Gottlieb Haase, 4°.) Bd. I, Sp. 683. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. II, S. 675.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Siehe auch Hymer, Georg Thomas.