BLKÖ:Irrwoch, Sebastian

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Irinyi, Joseph
Band: 10 (1863), ab Seite: 293. (Quelle)
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Irrwoch, Sebastian (Modellirer, geb. zu Murau im Judenburger Kreise in Steiermark in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts). Dieser Künstler, dessen Nagler gar nicht gedenkt, und der bald als Irwoch, Irrwoch und Ihrwach angeführt erscheint, bildete sich als Fürst Schwarzenbergischer Pensionär an der Akademie der bildenden Künste in Wien im Modelliren. Am 14. October 1792 erhielt er für einen medaillonförmig erhaben in Stahl geschnittenen Kopf einer Vestalin den ersten Preis; denselben gleichfalls für die in Wachs bossirte Venus Urania. Im Jahre 1795 arbeitete er in der Bildhauerschule und erhielt im genannten Jahre für die in Thon bossirte Büste des Achilles, und im folgenden Jahre für den in Thon bossirten Kopf des giustinianischen Apollo zwei Preise, endlich im Jahre 1797 in der Bildhauerclasse den ersten Preis. Den von Albert Christoph Dies herausgegebenen „Biographischen Nachrichten von Joseph Haydn“ liegt das von D. Weiß gestochene Porträt Haydn’s [294] bei, welches, wie es auf dem Bilde angemerkt steht, nach Ihrwach’s (sic) Modell gearbeitet ist; und ist dieses Bild nebst Grassi’s Büste, das ähnlichste, das, wie es Zeitgenossen Haydn’s melden, von diesem Heros der Töne bekannt ist. Weitere Nachrichten über diesen Künstler aufzubringen, ist mir leider nicht gelungen.

Winklern (Johann Bapt. von), Biographische und literarische Nachrichten von den Schriftstellern und Künstlern, welche in dem Herzogthume Steyermark geboren sind u. s. w. (Grätz 1810, Frz. Ferstl, kl. 8°.) S. 94. – Megerle von Mühlfeld (J. G.), Memorabilien des österreichischen Kaiserstaates u. s. w. (Wien 1825, Sollinger, 8°.) S. 26. – Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum im Österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836, Beck, 8°.) S. 368.