BLKÖ:Jaeger, Franz (Sänger)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Jäger, Anton
Band: 10 (1863), ab Seite: 37. (Quelle)
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3. Franz Jaeger (Sänger, geb. zu Wien 1796, gest. zu Stuttgart 10. Mai 1852), war Schullehrergehilfe im Lerchenfelde; als ihn Capellmeister Weigl einst singen hörte, trug er Sorge, daß sein Gesangstalent für die Bühne ausgebildet werde. Als Tenorsänger betrat J. nun die Bühne, welche damals unter Leitung des Grafen Pálffy stand, und feierte schöne Erfolge. 1820 machte er eine Kunstreise, 1824–1828 sang er auf dem Königstädter Theater in Berlin an der Seite der berühmten Henriette Sontag, mit ihr die Triumphe theilend. Nun begab er sich nach Stuttgart, aber schon war es um seine Stimme geschehen, deren Verlust er selbst durch ein Forciren der Töne verschuldet hatte. Er sang noch auf kleineren Bühnen, sah sich aber am Ende genöthigt, 1836 eine Gesangslehrerstelle in Stuttgart anzunehmen, wo ihn auch A. Schmidt auf seiner 1845 durch Deutschland unternommenen Reise in sehr bescheidenen Verhältnissen antraf. Außer mehreren Liedern componirte er auch das seiner Zeit vielgesungene liebliche Lied: „Der Traum des ersten Kusses“. [Schilling (G. Dr.), Das musikalische Europa (Speyer 1842, F. C. Neidhard, gr. 8°.) S. 177. – Universal-Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius Schladebach, fortgesetzt von Ed. Bernsdorf (Dresden 1856, R. Schäfer, gr. 8°.) Bd. II, S. 479. – Wiener allgemeine Musik-Zeitung, herausg. und redigirt von August Schmidt, Jahrg. V (1845), Nr. 57, S. 225: „Reisemomente von Aug. Schmidt, XVIII, Stuttgart“.] –