BLKÖ:Jaszlinszki, Andreas

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Jaszay, Paul von
Band: 10 (1863), ab Seite: 111. (Quelle)
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Jaszlinszki, Andreas (gelehrter Jesuit, geb. zu Szinna bei Kaschau 1. September 1715, gest. zu Rosenau um 1774). Trat 1733, 18 Jahre alt, in den Orden der Gesellschaft Jesu, legte 1736 die feierlichen Ordensgelübde ab und versah zunächst in Warasdin das Predigtamt. Nachdem er noch zuvor die Doctorwürde der Philosophie und Theologie erlangt, trat er in das Lehramt ein, lehrte Ethik zwei Jahre zu Tyrnau, Dialectik ein Jahr in Wien, wo er zugleich Präfect der ungarischen Cleriker im Pazmaneum war. Dann kehrte er nach Tyrnau zurück, wo er 4 Jahre Philosophie, Physik, Welt- und Kirchengeschichte und h. Schrift und 6 Jahre Dogmatik lehrte. Darauf wurde er Rector und Novizenmeister im Collegium zu Trentschin, 1771 Rector des Collegiums in Tyrnau, nach Aufhebung des Ordens Canonicus zu Rosenau. J. hat folgende Werke herausgegeben: „Oratio de Virginis Deiparae sine macula conceptu“ (Tyrnau 1744, 4°.); – „Institutiones logicae et metaphysicae“. Tomi 2 (Tyrnau 1754 und neue Auflagen 1755, 1756, 1761, Wien bei Trattner 1756, 1764, 4°.); – „Institutiones physicae generalis“ (Tyrnau 1757, gr. 8°.); – „Institutiones physicae particularis“ (ebd. 1758, gr. 8°.); – „Tractatus de angelis, beatitudine et actibus humanis“ (Tyrnau 1759, 4°.). Die Domherrnwürde bekleidete J. nur kurze Zeit, denn bald nach Erlangung derselben starb er.

Horányi (Alexius), Memoria Hungarorum et Provincialium scriptis editis notorum (Viennae 1776, Loewe, 8°.) Pars II, p. 204 [nach diesem geb. zu Cseite Jänner 1715]. – Stoeger (Joh. Nep.), Scriptores Provinciae Austriacae Societatis Jesu (Viennae et Ratisbonae 1856, Lex. 8°.) p. 161 [nach diesem geb. 1. September 1715]. – Poggendorff (J. C.), Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig 1859, J. Ambr. Barth, Lex. 8°.) Sp. 1192. – (De Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1776, Ghelen’sche Schriften, 8°.) I. Bandes 1. Stck, S. 212 [nach diesem geb. zu Tescheite (?) in der Preßburger Gespanschaft am 3. Jänner 1715].