BLKÖ:Jaszowski, Stanislaus

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Jauk, Johann Veit
Band: 10 (1863), ab Seite: 111. (Quelle)
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Jaszowski, Stanislaus (polnischer Dichter und Schriftsteller, geb. im Samborer Kreise Galiziens im Jahre 1803, gest. zu Lemberg 13. Februar 1842). Besuchte die Schulen in Lemberg und betrat nach beendeten philosophischen Studien die literarische Laufbahn. Er zählte erst 16 Jahre, als in der Zeitschrift: „Pamiętnik lwowski“, d. i. Lemberger Erinnerungen, seine ersten Gedichte abgedruckt erschienen. Im Jahre 1822 wurde J. Mitarbeiter des mit der Lemberger polnischen Zeitung verbundenen Unterhaltungsblattes „Rozmaitości“, d. i. Miscellen, und blieb es bis zu seinem Tode, der ihn in der Vollkraft des Lebens, im Alter von 39 Jahren, ereilte. Seine selbstständig erschienenen Schriften sind: „Zabawki rymotwórcze“, trzy tomi, d. i. Rhytmische Tändeleien, drei Theile (Lemberg 1826, Piller, 8°.); – „Powieści historyczne polskie“, d. i. Erzählungen aus der Geschichte Polens (ebd. 1829, 8°.); – „Bitwa pod Stubnem, powieśc historyczna z wieku XIV“, d. i. Die Schlacht bei Stubno, historische Erzählung aus dem 14. Jahrhunderte (ebd. 1831); – „Mulatka, powieśc wierszem“, d. i. Mulattin, Erzählung in Versen (ebd. 1833, 8°.); – „Slawianin zebrany i wydany“, d. i. Der Slave (Lemberg 1837 u. 1839), eine periodische Schrift, von der 2 Jahrgänge erschienen; – „Dniestrzanka; zbior artykulów wierszem i prozą ku nauce i zabawie“, d. i. Das Mädchen vom Dniester; eine Sammlung von Aufsätzen in Prosa und Versen zur Belehrung und Unterhaltung [112] (Lemberg 1841, 8°.). Ueberdieß war J. ein fleißiger Mitarbeiter an mehreren periodischen Schriften, u. z. an Adam Kasperowski’s „Tygodnik rolniczo-przemysłowy“, d. i. Wochenschrift für Landwirthschaft und Industrie; an Ludwig Zieliński’s „Lwowianin“, d. i. Der Lemberger; an der „Psczółka krakowska“, d. i. Die Krakauer Biene; an der „Wanda“, am „Pamiętnik warszawski“, d. i. Das Warschauer Erinnerungsbuch, und am „Pamiętnik galicyjski“, d. i. Erinnerungsbuch von Galizien, in welchen Aufsätze in Prosa und in Versen, und im letzteren unter Anderem sein didaktisches Gedicht: „Karpaty“, d. i. Die Karpathen, eine seiner gelungensten Dichtungen, vorkommen. In seinem Nachlasse befand sich eine „Geschichte der Stadt Lemberg“ und eine Sammlung von Biographien gelehrter Lemberger, beide in polnischer Sprache. J. war kein bedeutender, aber ein gefälliger Schriftsteller, der die Sprache mit Leichtigkeit handhabte und zu den Wenigen gehörte, welche in jenen Tagen der Censurwillkür die belletristische Tagespresse in Galizien mit Anstand aufrecht zu erhalten bemüht waren.

Rozmaitości, d. i. Miscellen (Unterhaltungs-Beiblatt der Lemberger polnischen Zeitung, 4°.) 1842, Nr. 8, S. 63. – „Lwowianin przeznaczony krajowym i zagranicznym wiadomościom“, d. i. Der Lemberger (Blatt für Kunde der Heimat und Fremde) (Lemberg, Lex. 8°.) Jahrgang 1842, Heft 3, S. 204.