BLKÖ:Jeitteles, Adalbert

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Jeitteles, Alois
Band: 10 (1863), ab Seite: 116. (Quelle)
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Jeitteles, Adalbert (Sprachforscher, geb. zu Wien 20. August 1831). Sohn des Andreas Ludwig J. [s. d. S. 119] und Bruder des Ludwig Heinrich [s. d. S. 127]. Beendete die Studien, sie in Olmütz beginnend, in Wien, wo er sich unter von Karajan’s und K. A. Hahn’s [Bd. VII, S. 201] Leitung mit Vorliebe auf die deutsche Philologie mit besonderer Rücksicht auf Grammatik warf und dieses Studium fortan zu seiner Lebensaufgabe machte. Seine Versuche, an einer k. k. Lehranstalt bleibend unterzukommen, scheiterten; nachdem er also an der Landstraßer Oberrealschule, am Wiener akademischen Gymnasium und noch an der Realschule in Troppau das Fach der deutschen Sprache ein paar Jahre supplirt [117] hatte, trat er 1859 als Bibliotheks-Amanuensis bei dem k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht in Verwendung und kam nach Aufhebung dieses letzteren in gleicher Eigenschaft an die k. k. Universitätsbibliothek in Wien, wo er noch zur Zeit thätig ist. Außer mehreren, theils größeren, theils kleineren Beiträgen für die „Zeitschrift für österreichische Realschulen und Gymnasien“, für die „Wochenschrift für Wissenschaft und Kunst“, welche eine Beilage der Wiener amtlichen Zeitung bildet, für die „Katholische Literatur-Zeitung“ (unter der Chiffre A. J.), für die „Augsburger Allgemeine Zeitung“ und die ehemalige, von v. Vangerow, v. Lang und Schletter herausgegebene „Deutsche Universitäts-Zeitung“ erschienen von ihm im Programm der k. k. Oberrealschule auf der Landstraße in Wien, 1856: „Ueber Zweck und Behandlungsweise des Unterrichts in der deutschen Sprache an Mittelschulen“; – im Programm der k. k. Oberrealschule zu Troppau, 1858: „Neuhochdeutsche Wortbildung“; – in der Zeitschrift für österreichische Realschulen und Gymnasien, Jahrgang 1861, 1. Heft: „Das neuhochdeutsche Substantiv“; Jahrgang 1862: „Die Zusammensetzung. Ein Beitrag zur deutschen Grammatik“; „Des deutschen Styles Entwickelungsgang“ – und in Pfeiffer’s „Germania“, Jahrgang 1861, 4. Heft: „Gauriel von Montavel von Konrad von Stoffeln im Auszuge bearbeitet“, wovon auch ein Sonderabdruck erschienen ist. Zur Zeit ist J. mit einer größeren selbstständigen Arbeit über deutsche Etymologie beschäftigt.

Vogel und Körner, Höhere Bürgerschule (Leipzig), Jahrgang 1857, S. 7. – Bauer (Friedrich), Grundzüge der neuhochdeutschen Grammatik (Nördlingen 1859), 7. (für Oesterreich bestimmte) Auflage in der Vorrede.