BLKÖ:Jekelfalusy, Vincenz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Jekel, Franz Joseph
Band: 10 (1863), ab Seite: 131. (Quelle)
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Jekelfalusy, Vincenz (Domherr). Zeitgenoß. Entstammt einer alten ungarischen Adelsfamilie, deren Ursprung in die Mitte des 14. Jahrhunderts zurückreicht. Der obige Vincenz trat in den geistlichen Stand und war bereits 1844 Domherr des Preßburger Capitels und Abgeordneter desselben auf dem Reichstage des genannten Jahres. Der Verfasser der „Croquis“ nennt ihn „einen gescheidten Mann und tüchtigen Redner, dessen europäische Bildung unendlich gegen die Scholastik seiner Collegen absticht“. Im Jahre 1848 wurde Vincenz von dem ungarischen Ministerium zum Bischof in der Zips ernannt. Nach Bewältigung der Revolution vor das Kaschauer Kriegsgericht berufen, um vor demselben sich zu verantworten, reinigte er sich von allen ihm zur Last gelegten Anschuldigungen, die bischöfliche Würde aber wurde ihm nicht belassen und dieselbe einem Anderen verliehen. – Emil, derselben Familie angehörend, wurde 1861 in der Zips im Gölniczer Wahlbezirke in den ungarischen Landtag gewählt und stimmte in der denkwürdigen Adreßdebatte [siehe Paul Jámbor] für die Adresse, indem er in seiner Rede (vom 25. Mai) den Verfall des Bergbaues in den oberungarischen Waldbezirken zu beweisen und die Ursache desselben den in der „Schule des Bach’schen Systems dressirten Berghauptleuten“ aufzubürden suchte.

Nagy (Iván), Magyarország családai czimerekkel és leszármazási táblákkal, d. i. Familien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1859, Moriz Ráth, 8°.) Bd. V, S. 329. – Croquis aus Ungarn (Leipzig 1843, O. Wigand, kl. 8°.) Bd. II, S. 140. – Rittersberg, Kapesní slovníček (Prag 1850, Pospíšil, 12°.) Bd. I, S. 809. – Der ungarische Reichstag 1861 (Pesth 1861, Carl Osterlamm, 8°.) Bd. I, S. 426. –