BLKÖ:Klebelsberg, die Grafen, Genealogie

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 12 (1864), ab Seite: 29. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Klebelsberg (Adelsgeschlecht) in der Wikipedia
GND-Eintrag: 12972047X, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Klebelsberg, die Grafen, Genealogie|12|29|}}

Zur Genealogie der Grafen von Klebelsberg. Die Grafen Klebelsberg entstammen einem älteren Geschlechte, das von einigen Genealogen für ein böhmisches angesehen wird. Nun ist es wohl seit ein paar Jahrhunderten in Böhmen ansässig, aber im gräflichen Diplom des Maximilian Lambert vom 29. December 1733 wird ausdrücklich auf ihren tirolischen Ursprung hingewiesen, indem es dort heißt, „daß ihm wegen seines alten, in Tyrol situirten und von seinem Geschlechte annoch possedirten Stammhauses Thumbberg das Prädicat Freiherr zu Thumbberg beygeleget wird“, und in der That, eine gleichnamige Familie, welche wie die gräfliche Klebelsberg von Thumburg sich schreibt, blüht noch zur Stunde in Tirol, und wurde erst in diesem Jahrhunderte ein Christoph Ritter von Klebelsberg mit Allerh. Entschließung vom 27. October 1829 in die Tiroler ständischen Adelsmatrikel aufgenommen. Was die gräfliche Familie betrifft, so erhielt ein Leonhard K. im Jahre 1530 von Kaiser Karl V. den rittermäßigen Reichsadelstand; der Oberstwachtmeister zu Pferd Johann Ulrich von Klebelsberg am 28. Mai 1660 das Incolat für Böhmen sammt den Nebenländern, und eben derselbe mit Diplom vom 25. November 1669 den Freiherrnstand; 33 Jahre später brachte Franz Niklas Freiherr von K. den Grafenstand in die Familie, der ihm mit Diplom vom 23. December 1703, seinem Bruder Maximilian Lambert aber mit Diplom vom 29. December 1733 verliehen wurde. Die gräfliche Familie ist also allem [30] Anscheine nach nur ein Zweig der ursprünglich aus Tirol stammenden K., welcher sich in Böhmen seßhaft und durch verschiedene in Kriegs- und Staatsdienst (wie es im Diplom heißt: toga et sago) erworbene Verdienste hervorgethan hat. [Quellen. a) Handschriftliche. Böhmisches Incolat, verliehen dem Oberstwachtmeister zu Pferd Johann Ulrich von K. mit Urkunde vom 28. Mai 1660. – Freiherrnstands-Diplom, verliehen dem Johann Ulrich von K. 25. November 1669. – Grafenstands-Diplom, verliehen dem Franz Niklas Freiherrn von K. 23. December 1702. – Grafenstands Diplom, verliehen dem Maximilian Lambert Freiherrn von K. 29. December 1733. – Aufnahme des Christoph Ritter von K. in die Tiroler ständische Adelsmatrikel mit Urkunde vom 27. October 1829. – b) Gedruckte. Historisch-heraldisches Handbuch zum genealogischen Taschenbuche der gräflichen Häuser (Gotha 1855, Justus Perthes, 32°.) S. 420. [Daselbst heißt es: „Kaiser Leopold I. ertheilte der Familie laut Diplom ddo. 23. December 1702 den Grafenstand. Mit dieser Würde wird zuerst genannt Maximilian Lambert Graf u. s. w.“ Das ist falsch; mit dieser Würde wird zuerst genannt Franz Niklas, denn sein Bruder Maximilian Lambert wurde volle 31 Jahre später, 1733, Graf.] – Kneschke (Ernst Heinrich Prof. Dr.), Deutsche Grafen-Häuser der Gegenwart (Leipzig 1852, T. O. Weigel, 8°.) S. 444. – Schönfeld (Ignaz Ritter von), Adels-Schematismus des österreichischen Kaiserstaates (Wien 1824, Schaumburg u. Comp., 8°.) I. Jahrg, S. 209. – Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser (Gotha, Justus Perthes, 32°.) 37. Jahrgang (1864), S. 435. [Daselbst der heutige Familienstand der gräflichen Linie. Die Tiroler Linie ist nirgends ersichtlich.] –