BLKÖ:Kleinhard, Wilhelm

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 12 (1864), ab Seite: 63. (Quelle)
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Kleinhard, Wilhelm (Miniaturmaler, geb. 1695, gest. zu Prag 1773). Ueber die Lebensumstände dieses geschickten Miniaturmalers, welcher ebensowohl Porträte als historische Bilder arbeitete, ist nur wenig und auch seine Lehrer sind nicht bekannt. Er hat sich in Leipzig, Augsburg, Nürnberg und Wien einige Zeit aufgehalten und gearbeitet, um das Jahr 1720 sich nach Prag begeben, wo er sich häuslich niedergelassen, 1725 geheirathet und bis zum Jahre 1773 gearbeitet hat, in welchem Jahre er als Greis von 78 Jahren gestorben. Er schien auch Unterricht in der Kunst gegeben zu haben, denn Philipp Fürst von Fürstenberg war sein Schüler. – Ein Johann K., vielleicht ein Sohn oder Verwandter des Vorigen, war Landschaftsmaler in Prag. Er arbeitete in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und gab im Jahre 1783 eine „Anweisung für Landschafts-Zeichner“, in 40 K. K., heraus. Nagler nennt ihn einen Schüler von F. Schor, unter welchem Lehrer wohl der geschickte Maler Johann Baptist Ferdinand Schor gemeint sein dürfte, der viele Jahre in Prag gearbeitet hat und dort auch im Jahre 1767 gestorben ist.

Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften und freien Künste, Bd. XX, Stück 2, S. 288. – Dlabacz (Gottfried Johann), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, G. Haase, 4°.) Bd. II, Sp. 68. – Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1838, E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. VII, S. 50. – Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836, Fr. Beck, gr. 8°.) S. 369.