BLKÖ:Knaus, auch Knauß, Friedrich von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 12 (1864), ab Seite: 139. (Quelle)
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Knaus, auch Knauß, Friedrich von (Mechaniker, geb. zu Stuttgart 7. April 1724, gest. zu Wien 14. August 1789). Kam, 13 Jahre alt, an den fürstlich darmstädtischen Hof, wo er die Elemente der Mechanik erlernte und die Stelle eines Hofmaschinisten erhielt. Später machte er Reisen, auf welchen er Frankreich, Holland, Belgien besuchte und zu Brüssel in die Dienste des Prinzen Karl von Lothringen trat Um diese Zeit vertauschte er auch die lutherische Religion mit der katholischen. Im Jahre 1757 berief ihn der Kaiser Franz I. Stephan nach Wien, ernannte ihn zum Hofmechaniker und im Jahre 1767 übertrug ihm die Kaiserinn die Einrichtung des physikalischen Hofcabinets, für welches er selbst eine nicht unbedeutende Anzahl mechanischer Kunstwerke gearbeitet hat und dessen Director er zuletzt war. Einer seiner merkwürdigsten Mechanismen war [140] der schreibende Automat, von welchem er wie noch von mehreren anderen seiner mechanischen Kunstwerke in einer besonderen Schrift: „Selbstschreibende Wundermaschine, auch mehr andere Kunst- und Meisterstücke, als so viele nunmehr aufgelössten Problemen“ u. s. w. (Wien 1780, gedr. mit Schulz-Gastheim’schen Schriften), eine Beschreibung veröffentlichte. Die oben angegebenen Geburts- und Sterbedaten sind einem glossirten Exemplare von Meusel’s „Lexikon der vom Jahre 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller“ (Bd. VII, S. 108) entnommen.

Meusel (Joh. Georg), Das gelehrte Teutschland (Lemgo 1783, Meyer, 8°.) Vierte Aufl. I. Nachtrag, S. 338. – Poggendorff (J. C.), Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig 1857, J. Ambr. Barth, gr. 8°.) Sp. 1279. – (De Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1778, J. Th. Edl. v. Trattnern, 8°.) I. Bandes 2. Stück, S. 323. –