BLKÖ:Löwenstein-Wertheim, Maximilian Karl

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 15 (1866), ab Seite: 446. (Quelle)
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Maximilian Karl (Löwenstein-Wertheim-Rochefort) in der Wikipedia
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11. Maximilian Karl (geb. 14. Juli 1656, gest. zu Mailand 26. Dec. 1718), der erste Fürst des Hauses Löwenstein, ein Sohn des Grafen Ferdinand Karl [s. d. S. 444, Nr. 3] aus dessen Ehe mit Anna Maria Gräfin Fürstenberg. Graf Maximilian Karl[WS 1] war anfänglich kais. Kämmerer, wurde im Jahre 1686 Reichshofrath, im Jahre 1697 von Kaiser Leopold I. zum geheimen Rathe erhoben und zwei Jahre später von demselben als Abgesandter an den oberrheinischen und fränkischen Kreis gesendet. Leopold’s Nachfolger, Kaiser Joseph I., bestellte ihn nun Administrator der churbayerischen Lande und erhob ihn am 3. April 1711 in den Reichsfürstenstand, in welcher Würde ihn Joseph’s Nachfolge, Kaiser Karl VI., am 13. März 1712 derart bestätigte, daß alle seine Nachkommen männlichen und weiblichen Geschlechtes sich des Fürstentitels bedienen dürfen. Ungeachtet dessen und obgleich er kais. Principal-Commissär auf dem Reichstage zu Regensburg war, konnte er doch nicht zu Sitz und Stimme auf demselben gelangen. Im Jahre 1717 begab er sich als Gouverneur nach Mailand, wo er aber schon zu Ende des folgenden Jahres im Alter von 62 Jahren starb. Seine Thätigkeit während dieser zweijährigen Verwaltung ist unerheblich. Eine Unterstützung, die er den kais. Truppen in Sardinien zuführte, war so geringe, daß sie die von Cardinal Alberoni dahin abgesendeten Spanier nicht hindern konnte, sich in kurzer Zeit der ganzen Insel zu bemächtigen. An Stelle des am 5. Jänner 1705 von den Flammen zerstörten Theaters ließ er ein neues erbauen, welches am 26. Februar 1776 gleichfalls ein Raub der Flammen wurde. Seiner im Jahre 1778 mit Maria Polyxena gebornen Gräfin Khuen von Belasy geschlossenen Ehe entstammen sieben Söhne und drei Töchter. Von ersteren war der Graf Maximilian Karl Anton (geb. 30. November 1681, gest. 27. October 1710), kais. Kämmerer und Reichshofrath; Dominik Marquard aber der Erbe des großen Güterbesitzes, den sein Vater annoch durch die Herrschaft Weseritz (Bezdruzić), das Gut Skupsch, die Herrschaft Schwamberg (Krasikow), die Herrschaften Zebau und Guttenstein in Böhmen vermehrt hatte. Ferner traf Graf Maximilian Karl die Verfügung, daß seines Sohnes Dominik Marquard Nachkommen sich in zwei Linien, die Oberländische oder Wertheimische und die Niederländische oder Rochefort’sche Linie abtheilen sollten. Die Erstere sollte der erstgeborne, die Zweite der zweitgeborne Sohn Dominik Marquard’s begründen. Der Wertheim’schen Linie wies er die Grafschaft Wertheim, die Herrschaften Breuberg, Habitzheim, Wildeck und die böhmischen Güter Weseritz, Schwamberg, Guttenstein, Zebau und Skupsch zu; die jüngere Rochefort’sche Linie erhielt die Grafschaft Rochefort; ferner alle niederländischen Güter und die Herrschaften Scharfeneck und Ramberg jenseits des Rheines. [Muoni (Damiano), Collezione d’Autografi di Famiglie Sovrane, celebrità politiche, militari, ecclesiastiche, scientifiche, letterarie ed artistiche illustrata con cenni biografici, documenti, fac-simili, ritratti, monete ecc. ecc. (Milano 1859, Colombo, Lex. 8°.) p. 69.] –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Ferdinand Karl.