BLKÖ:Lamberg, Franz Joseph Fürst von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 14 (1865), ab Seite: 28. (Quelle)
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8. Franz Joseph Fürst von L. (geb. 29. October 1637, gest. 2. Nov. 1712), von der älteren (erlosch.) fürstlichen Linie. Der älteste Sohn des Grafen Johann Maximilian aus dessen Ehe mit Judith Rebecca Eleonora Gräfin Wrbna. Im Jahre 1662, nachdem er von größeren Reisen zurückgekehrt, wurde er kais. Kämmerer und 1664 Reichshofrath. Im Jahre 1686 erlangte er die geh. Rathswürde und wurde Landeshauptmann in Oesterreich ob der Enns, 1694 Ritter des goldenen Vließes, 1704 Staats-Conferenzrath. Im Jahre 1666 wurde er der Braut des Kaisers Leopold I., Margaretha Maria Theresia von Spanien, bis an die venetianische Grenze entgegengeschickt, um sie dann nach Wien zu begleiten, und später wurde er vom Kaiser Leopold in besonderer Mission nach Spanien gesendet. Sein ältester Sohn Leopold Mathias, der sich von Jugend auf der besonderen Gunst und Huld des Kaisers Joseph I. erfreute, erlangte, nachdem der Vater diese Würde abgelehnt, im Jahre 1707 die Reichsfürstenwürde, und da er schon im Jahre 1711 – erst 44 Jahre alt – starb, so ereignete sich der seltene Fall, daß ihm sein noch lebender Vater Franz Joseph, damals schon ein Greis von 74 Jahren, in der Fürstenwürde succedirte, von dem sie nach seinem im nächsten Jahre, 1712, erfolgten Tode auf seinen drittgebornen Sohn Franz Anton überging. Graf Franz Joseph war mit Anna Maria Gräfin Trautmannsdorf (gest. 21. April 1727) vermält, welche ihm 24 Kinder gebar, von denen jedoch nur die Hälfte ein höheres Alter erreichte. [Gualdo-Priorato (Galeazzo), Istoria di Leopoldo Cesare (Vienna 1670–1674, Fol.) Tomo III.] –