BLKÖ:Losy, Graf (auch Logi und Lozi)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 16 (1867), ab Seite: 61. (Quelle)
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Johann Anton Losy von Losinthal in der Wikipedia
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Wahrscheinlich gehören der gräflichen Linie der Losy von Losymthal auch der durch sein Lautenspiel und seine Sonderlingsnatur bekannt gewordene Franz Graf Losy (hie und da auch Logi und Lozi) und der nach ihm angeführte Graf Losymthal an. Der Erstere, Franz Graf Losy (Lozi), über den uns Dlabacz[WS 1] am ausführlichsten berichtet, ist in Böhmen im Jahre 1638 geboren und im Jahre 1721 gestorben. Gerber[WS 2] läßt ihn 1688 geboren sein. was, da er von ihm meldet, daß er im Jahre 1721, über 70 Jahre alt, gestorben, offenbar ein Druckfehler ist. Der Graf zeichnete sich vornehmlich durch sein Lautenspiel aus und soll in Folge desselben, worin ihm zu seiner Zeit keiner in Europa gleich kam, von Kaiser Leopold I. in den Grafenstand erhoben worden sein. Er lebte in Prag mit einem Jahreseinkommen von ungefähr 80.000 fl. und lebte nur in und für Musik. Er componirte auch viel für sein Instrument und machte große Reisen. Auf diesen ließ er, wenn ihm ein guter Einfall kam, den Wagen halten, trug seine Idee in eine Schreibtafel ein und erst wenn dieß geschehen, ließ er weiterfahren. [Dlabacz (Gottfr. Joh.). Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen ... (Prag 1815, Gottlieb Haase, 4°.) Bd. II, Sp. 231. – Gerber (Ernst Ludwig), Historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1790, J. G. J. Breitkopf, gr. 8°.) Bd. I, Sp. 818.] –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Dlabacz nennt allerdings seinen Vornamen nicht.
  2. Gerber nennt auch keinen Vornamen.