BLKÖ:Marković, Bartholomäus

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Marković, Ambros
Band: 16 (1867), ab Seite: 470. (Quelle)
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2. Bartholomäus Marković (geb. zu Venedig im Jahre 1813), von Abstammung ein Dalmatiner. Sein Vater, Kaufmann in Zara, befand sich in Geschäften in Venedig, und in dieser Zeit gebar ihm die Gattin daselbst den Sohn Bartholomäus. Dieser, erst fünf Monate alt verlor [471] durch den Tod seinen Vater und bald darauf seine Mutter. Die vermögenlose Waise fand Unterkunft bei einer armen Verwandten und verlebte unter Entbehrungen und Drangsalen eine freudlose Jugend. Sein Talent für die Kunst zeigte sich frühzeitig; es gelang ihm, zum Besuche der Akademie in Venedig zugelassen zu werden, und daselbst verlegte er sich auf das Kupferstechen und die Lithographie. Von seinen gestochenen und lithographirten Blättern sind bekannt: „Die heilige Anna mit der kleinen Maria“, nach Grigoletti; – „Das Bildniß des Marino Faliero“, nach Lipparini; – „Der H. Hieronymus“, und dann mehrere Bildnisse. Für das Werk von Mutinelli: „Annali urbani di Venezia“ (Venedig 1835) stach er in Kupfer die Bildnisse berühmter Venetianer in kleinem Formate; – für Paoleti’s Werk: „Il Fiore di Venezia“ (1834–1840) stach er folgende Blätter: „Der H. Hieronymus“, nach Paul Veronese; – „Die h. Maria mit dem Kinde Jesus“, nach Giov. Bellini; – „Die Begegnung in Emaus“, nach einem altvenetianischen Gemälde; – „Die Madonna mit mehreren Heiligen und mehreren Personen der Familie Pesaro“, nach Tizian; – „Die Madonna mit dem Kinde auf dem Throne“, nach Ebendemselben; – „Der H. Sebastian“, nach Basaiti. Als eines seiner vorzüglichsten Werke wird der Kupferstich der sogenannten Pala d’oro am Hauptaltare der St. Marcuskirche in Venedig bezeichnet. Anfänglich hat M. auch Bildnisse in Oel gemalt. [Kukuljević-Sakcinski (Iván), Slovnik umjetnikah jugoslavenskih, d. i. Lexikon der südslavischen Künstler (Agram 1859, Ljud. Gaj, Lex. 8°.) S. 244. – Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1859, Kober, gr. 8°.) Bd. V, S. 129.] –