BLKÖ:Mihanović, Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 18 (1868), ab Seite: 259. (Quelle)
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Mihanović, Anton (Sprachforscher, geb. zu Agram 10. Juni 1796). Entstammt einer in Ungarn ansässigen Adelsfamilie, die jedoch selbst croatischen Ursprungs ist. Nachdem er das Studium der Rechte beendet und in den Staatsdienst eingetreten war, war er im Jahre 1826 Gubernial-Secretär zu Fiume, privatisirte dann einige Zeit zu Pesth und in anderen Städten des Kaiserstaates, worauf er sich dem Consulatsdienste widmete und Consul zu Belgrad, Thessalonich, Trapezunt und Constantinopel wurde, dann trat er in den Ruhestand über. Ob er noch lebt, ist nicht bekannt. Miklosich, der in seinem im 10. Bande der Denkschriften der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, phil. hist. Classe, enthaltenen Aufsatze: „Zum Glagolita Clozianus“ eines Codex erwähnt, den Mihanović besitzt und den Miklosich benützt hat, nennt ihn Hofrath. Im Drucke sind von ihm erschienen: „Reč domovini od hasnovitosti pišanjna u domorodnom jeziku“, d. i. Vortrag über die Nützlichkeit des Schreibens in der vaterländischen Sprache (Wien 1825). In Hormayr’s „Archiv für Geschichte u. s. w.“ (Wien, 4°.) im Jahre 1823, Nr. 66, 67 u. 71, ist seine Abhandlung; „Ueber die Verwandtschaft der slovenischen Sprache mit der Sanskrit“ erschienen, welche Zeugniß gibt von seinen eindringlichen sprachlichen Forschungen und Studien. Mehreres aus seiner Feder enthält auch die croatische Zeitschrift Danica (der Morgenstern).

Paul Jos. Šafařík’s Geschichte der südslavischen Literatur. Aus dessen handschriftlichem Nachlasse herausgegeben von Jos. Jireček (Prag 1865, Friedr. Tempsky, 8°.) II. Illyrisches und croatisches Schriftthum, S. 300 u. 334. – Porträt. Unterschrift: Mihanovich Antal Fiumei követ. Báró Lütgendorf Ferd. 1827 (sc.).