BLKÖ:Pohl, Joseph Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Pohl, Andreas
Band: 23 (1872), ab Seite: 31. (Quelle)
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Pohl, Joseph Johann (Naturforscher, geb. zu Wien 12. Februar 1825). Sein Vater ist der Naturforscher und Reisende Johann Baptist Emanuel P. [s. den Vorigen]. Sein Sohn Joseph Johann widmete sich nach beendeten Vorbereitungsstudien und erlangter philosophischer Doctorwürde der Pflege der Naturwissenschaft, vornehmlich der Chemie und dem Lehramte auf diesem Gebiete und wurde im Jahre 1846 Assistent und Supplent für das Lehrfach der speciell technischen Wissenschaften am polytechnischen Institute in Wien; im Jahre 1856 erhielt er an demselben die Professur der chemischen Technologie und wurde im nämlichen Jahre Prüfungs-Commissär für das Verzehrungssteuerfach bei der k. k. Finanz-Landesdirection und Professor der chemischen Technologie an der k. k. militär-administrativen Lehranstalt in Wien. P. ist für sein Fach auch fleißig schriftstellerisch thätig und hat die Ergebnisse seiner theils eigenen, theils in Gemeinschaft mit Anderen erzielten Beobachtungen und Forschungen in den Denkschriften und Sitzungsberichten der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Wiener kaiserlichen Akademie der Wissenschaften niedergelegt, von denen auch viele im Einzelndrucke erschienen und diese letzteren zum Theile bereits vergriffen sind, was hier durch einen Stern (*) angezeigt wird. Die Titel dieser Arbeiten und Abhandlungen sind in chronologischer Folge: „Ueber die Siedepuncte mehrerer Alkohol hältiger Flüssigkeiten und die darauf gegründeten Verfahren, den Alkoholgehalt derselben zu chemisch-technischen Zwecken zu bestimmen“ (Denkschr., II, 1850); – „Nachtrag zur thermo-aräometrischen Bierprobe“ (D., IV, 1852); – *„Ueber die Zusammensetzung und Eigenschaft zweier Legirungen von Zinn und Blei“ (Sitz. B., IV); – mit Professor A. Schrötter gemeinschaftlich: *„Ueber die chemische Beschaffenheit zweier im Handel vorkommender Seesalze“ (S. VI); – „Beitrag zur Statistik des Studiums der Chemie am k. k. polytechnischen Institute zu Wien“, mit 2 Tafeln (S., VI); – „Chemisch-physikalische Notizen“, erste und zweite Folge mit 1 Tafel (S. VI u. XII); – „Ermittelung des technischen Werthes der Kartoffeln“ (S., VIII); – gemeinschaftlich mit Schabus: „Tafeln zur [32] Reduction der in Millimetern abgelesenen Barometerstände auf die Normaltemperatur von 0° Celsius“ (S., VIII); – mit Ebendemselben: „Tafeln zur Vergleichung und Reduction der in verschiedenen Längenmaßen abgelesenen Barometerstände“ (S., VIII); – „Beobachtungen während der Sonnenfinsterniß am 8. Juli 1851“, mit 4 Tafeln (S., VIII); – „Ueber die Anwendung der Pikrinsäure zur Unterscheidung von Geweben vegetabilischen und thierischen Ursprungs“ (S., IX); – mit Schabus gemeinschaftlich: „Tafeln zur Bestimmung der Capillar-Depression in Barometern“ (S., IX); – „Revision der bisherigen Analysen einiger Bestandtheile der Fette“ (S., X); – „Beiträge zur Prüfung der Mikroskope“, mit 1 Tafel (S., XI); – *„Ueber Sacharometer, deren Anfertigung und Prüfung“, mit einer Tafel (S., XI); – „Analyse des Brunnenwassers aus dem Hause Nr. 42 in der Josephstadt in Wien“ (S., XV); – „Ueber die Verwendbarkeit des Mitscherlich’schen Polarisations-Sacharometers zu chemisch-technischen Zwecken“ (S., XXI); – *„Analyse der Mutterlauge aus der See-Saline zu Pirano“ (S., XXII); – *„Die Heliotypie als Mittel zum Studium der Blätter- und Blüthen-Nervatur von Pflanzen, sowie zur Erkennung der Verfälschung gewisser Arzneiwaaren und Genußmittel“ (S., XXII); – gemeinschaftlich mit Ph. Weselský: *„Studien aus dem Gebiete der Megatypie“ (S., XXIII); – „Ueber ein neues Sonnen-Ocular“ (S., XXIII); – „Ueber den Gebrauch des Thermo-Hypsometers zu chemischen und physikalischen Untersuchungen“, mit 4. Tafel (S., XXVI); – „Chemische Analyse der Heilquelle und der Amazonenquelle des Kaiserbades zu Ofen in Ungarn“ (S., XXVII u. XXVIII); – „Ueber Mikroskopische Probeobjecte, insbesonders Robert’s Testobject-Platte“ (S., XXXIX u. XL); – „Chemische Notizen“. (S., XLI).

Poggendorff (wie bei dem Vorigen), Bd. II, Sp. 485.