BLKÖ:Preißler, Adalbert

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Preißler, Johann
Band: 23 (1872), ab Seite: 257. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Adalbert Preissler in Wikidata
GND-Eintrag: 141040920, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Preißler, Adalbert|23|257|}}

Preißler, Adalbert (Schriftsteller und Tonsetzer, geb. zu Zabrak in Böhmen im Jahre 1806). In den Jahren 1821–1826 besuchte er das Gymnasium auf der Kleinseite in Prag und hörte dann 1827 und 1828 zu Pilsen die philosophischen Studien, worauf er als Praktikant bei dem Unterkammeramt in den Staatsdienst trat, in welchem er, 1867, die Stelle eines Officials im Hauptzollamte bekleidete. Ueberdieß besuchte er auch Vorträge über technische Chemie an der Technik und trug selbst durch sechs Jahre in Jungmann’s Institut im höheren Lehrcurs die Waarenkunde vor. Mehrfach als Fachschriftsteller thätig, gab er folgende Werke heraus: „Waaren-Lexikon über die gangbarsten, nach dem Zolltariff geordneten Handelsartikel. Zum Gebrauch für Fabrikanten, Handels- und Gewerbsleute u. s. w.“ (Prag 1844, Borrosch, 16°.); – „Neuester und vollständiger Zolltariff für die Ein-, Aus- und Durchfuhr der Waaren in dem österreichischen Kaiserstaate“ (ebd. 1847, Calve, 4°.); – „Allgemeiner vollständiger Zolltarif ... für den praktischen Gebrauch alphabetisch geordnet“ (ebd. 1852, André, 4°.); Titel und Druckort eines von ihm veröffentlichten Verzehrungssteuer-Tarifes und eine Uebersicht der Zucker-Raffinerien in Böhmen konnte ich nicht auffinden. Ueberdieß ist P. auch ein tüchtiger Musicus und ein fleißiger Piano- und Gesangscomponist, und die Opus-Zahl seiner Compositionen übersteigt hundert Nummern. Es sind darunter meist Compositionen beliebter čechischer Volkslieder, oder aber Phantasien über dieselben, z. B.: „Fantaisie en forme de Potpourri sur des airs Bohèmes ...“, 3me édit. (Prag 1850); – „Fantaisie sur une mélodie Bohème: „Andulko mé ditè“ (ebd. 1859); die Composition zu Boleslav Jablonowsky’s Lied: „Opuštěný“ trägt die Opuss-Zahl 112. Auch gab er eine musikalische Jugendschrift, betitelt: „Květy pro mladež ... Jugendblüthen, Sammlung der beliebtesten Lieder, Opern- und Tanzmelodien für das Pianoforte“ (Prag 1862, gr. 4°.) heraus.

Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1859, Kober, Lex. 8°.) Bd. VI, S. 909. – Doucha (František), Knihopisný slovník česko-slovenský, d. i. Čechisches Bücher-Lexikon (Prag 1864, schm. 4°.) S. 192.