BLKÖ:Rosenberg, Wok von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 27 (1874), ab Seite: 13. (Quelle)
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24. Wok von Rosenberg (gest. zu Gratz 3. Juni 1262), ein Sohn Vitek’s des Jüngeren. Wok wird als der Erbauer der Burg Rosenberg, um das Jahr 1246, bezeichnet; ferner stiftete er im Jahre 1259 das berühmte Cistercienserstift Hohenfurth. Die Sage bezeichnet einen Werner von Rosenberg, Vater oder Bruder des Wok, als den Stifter des Klosters. (So Isidor Proschko in seiner Festschrift: „Das Cisterzienserstift Hohenfurth in Böhmen“.) Karoline Pichler verherrlicht die Sage dieser Stiftung in einer, „Hohenfurth“ betitelten Ballade, welche in der „Oesterreichischen Adelshalle“ (Wien 1842, kl. 8°.) S. 227, abgedruckt steht. Wok von Rosenberg fungirte von 1254 bis 1262 als kön. Oberstlandmarschall in Böhmen und unter König Otokar II., in den Jahren 1260 bis 1262, als General-Capitän in Steiermark. Schon im vorgerückten Alter vermälte er sich mit einer jungen Gräfin von Schauenburg in Oesterreich, die ihn mit zwei minderjährigen Söhnen, Heinrich und Vitek, überlebte. Der Letztere starb 1277; Heinrich aber als Oberstburggraf in Böhmen im Jahre 1310, aus seiner Ehe mit Elisabeth von Pottenstein (gest. 1307) einen einzigen Sohn, Peter, hinterlassend, der sich in seinen letzten Lebensjahren in das Kloster Hohenfurth zurückzog, in welchem er im Jahre 1347 sein Leben beschloß. Seine mit Katharina von Wartenberg erzeugten Söhne waren Peter, Propst bei Allerheiligen in Prag (gest. 1384); Jost (Jobst), Oberstlandkämmerer (gest. 1369), vermält mit Agnes von Walsee (gest. 1402); Ulrich setzte den Stamm fort, und Johann (gest. 1389), vermält mit Elisabeth Gräfin von Hals (gest. 1394), deren ältester Sohn Heinrich mit König Johann in der Schlacht bei Crecy im Jahre 1346 gefallen. [Mittheilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen, IX. Jahrg. (1870), S. 1–30: „Wok von Rosenberg“, von Mathias Pangerl.] –