BLKÖ:Rottal, Leopold Freiherr von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 27 (1874), ab Seite: 161. (Quelle)
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5. Leopold Freiherr von R. (gest. 7. Sept. 1750), ein Sohn Johann Christoph’s von R. (gest. 1699) aus dessen zweiter Ehe mit Maria Susanna Gräfin Kuefstein (gest. 13. Juli 1716). Leopold war in den Jahren 1727–1749 Unterkämmerer der k. Leibgedingstädte in Böhmen. Er befand sich auch, wie Arneth in seinem Geschichtswerke: „Maria Theresia’s erste Regierungsjahre“, Bd. II, S. 226, berichtet, unter den Vielen des hohen Adels, welche uneingedenk der vom Hause Habsburg stets erhaltenen Begünstigungen bei der feindlichen Besitznahme Böhmens durch die Bayern und Franzosen ihrer angestammten Königin ungetreu wurden. Nach der Wiedereinnahme streng von Prag verwiesen (1743), wurde er zur [162] Verantwortung gezogen, deren Ergebniß nicht bekannt ist. Aus seiner Ehe mit Maria Theresia verwitweten Gräfin Trauttmansdorff, geb. Gräfin Paar (gest. 1766), sind keine männlichen Erben hinterblieben. An Leopold gelangte 1746 das von seinem Oheim Julius Wilhelm gestiftete Fideicommiß Napagedl, nachdem deren rechtmäßiger Besitzer Adam Joachim von R., der Sohn seines Neffen Franz Wilhelm, gestorben war.