BLKÖ:Schenk, Karl

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Schenk, Johann
Nächster>>>
Schenk, A.
Band: 29 (1875), ab Seite: 201. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 142221813, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Schenk, Karl|29|201|}}

Schenk, Karl (Arzt und Fachschriftsteller, geb. zu Hradisch in Mähren 24. Jänner 1765, gest. zu Baden nächst Wien im Jahre 1830). Sein Vater war ein wohlhabender Kaufmann in Hradisch. Der Sohn beendete das Gymnasium, die humanistischen und philosophischen Studien in Olmütz, worauf er die Wiener Hochschule bezog, an welcher er den medicinischen Studien oblag und nach deren Vollendung die Doctorwürde erlangte. Nun nahm er in Baden nächst Wien seinen bleibenden Aufenthalt, übte daselbst die Praxis aus, erhielt das Landschaftsphysikat, die Aufsicht über die dortige Wohlthätigkeitsanstalt, und nachdem er in den Jahren 1806, 1809 und 1810 bei den damals herrschenden epidemischen Krankheiten vortreffliche Dienste geleistet, in Anerkennung derselben den Charakter eines k. k. Sanitätsrathes. Als er in den Kriegen Oesterreichs mit Frankreich auch den verwundeten französischen Soldaten die angelegentlichste Sorgfalt und Pflege hatte angedeihen lassen, ließ ihm Kaiser Napoleon durch seinen Reichsmarschall, den Herzog von Friaul, 300 Napoleonsd’or einhändigen. Schenk widmete den Badner Quellen ein eindringliches Studium und veröffentlichte über dieselben, wie über die localen und klimatischen Verhältnisse dieses Curortes mehrere Schriften, deren Titel sind: „Abhandlung von den Bädern der Stadt Baden, nebst zweijähriger Beobachtung über die vorgekommenen Krankheiten der Badegäste“ (Wien 1791, neue und vermehrte Auflage 1799, später 1825, gr. 12°.); – „Kurze Beschreibung der warmen Quellen und Bäder der Stadt Baden, sammt der Anleitung zu deren gehörigem Gebrauch“ (ebd. 1794); – „Taschenbuch für die Badegäste Badens, nebst einer Beschreibung der botanischen Gewächse der umliegenden Gegend“ (ebd. 1804, mit 4 K. K. und 1 Karte, 8°.); – „Anweisung zum inneren Gebrauch des Badner Schwefelwassers“ (ebd. 1824, 12°.); –– „Ueber das Badner Schwefelwasser“ (ebd. 1827). In Gemeinschaft mit dem bekannten Badner Arzt [202] Anton Rollett [Bd. XXVI, S. 303] nicht Roller, wie er in Kayser’s „Bücherlexikon“, Bd. V, S. 72, heißt – veröffentlichte Schenk das „Medicinisch-chirurgisch-praktische Archiv von Baden für Aerzte und Wundärzte“ (Wien 1804, Gerold, gr. 8°., mit K.), das auch unter dem Titel: „Merkwürdige Krankheitsgeschichten und deren Heilung“ ausgegeben wurde.

Czikann (Joh. Jac. Heinrich), Die lebenden Schriftsteller Mährens (Brünn 1811, Traßler, 8°.) S. 133. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 521.