BLKÖ:Skuherský, Franz Alois

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Skrzynecki, Raphael
Band: 35 (1877), ab Seite: 114. (Quelle)
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Skuherský, Franz Alois (Arzt, geb. zu Opotschno im Königgrätzer Kreise Böhmens 12. März 1794, gest. ebenda 12. August 1864). Die Studien beendete er zu Prag, wo er im August 1821 die Doctorwürde erlangte. Dann, nachdem er zwei Jahre in Prag im Allgemeinen Krankenhause als Secundararzt thätig gewesen, ging er 1823 als Fürst Colloredo’scher Leib- und Herrschafts-Arzt nach Opotschno, wo er bis an sein Lebensende blieb und viele Jahre als gesuchter und geschickter Arzt und besonders glücklicher Augenoperateur eine segensvolle Thätigkeit entfaltete. Zur Lebensaufgabe hatte sich der humane Mann die Errichtung eines Krankenhauses in seinem Heimatsorte gestellt. Im Jahre 1835 hatte er ein provisorisches Krankenhaus in’s Leben gerufen. Aus demselben ging nun durch seine unablässigen Bemühungen im Jahre 1864 das schöne städtische Krankenhaus, eine Zierde Opotschno’s, hervor. Seinem Beispiele waren auch andere Ortschaften in Böhmen gefolgt, in welchen seither, wie in Opotschno, solche Zufluchtsstätten für die leidende Menschheit gegründet wurden. Leider war es ihm, dem Gründer, nicht gegönnt, die eigentliche Eröffnung der Anstalt, welche in seinem Todesjahre Statt fand, zu erleben; nur den Ausbau und die Herstellung der innern Einrichtung konnte er noch sehen. Schriftstellerisch für sein Fach hat er nicht gewirkt, da ihn die Praxis zu sehr in Anspruch nahm, denn seine Schrift: „Provoláni k outrpným srdcím o potřebnosti špitalu pro nemocne v Opočne“ , d. i. Aufruf an die Theilnahme für Leiden über die Nothwendigkeit eines Krankenhauses in Opotschno, ist nur eine Gelegenheitsschrift zu oberwähntem Zwecke. Er selbst war ein großer Freund der Musik und das Talent für dieselbe war auf seinen Sohn [Franz Zdenko S. [s. d.] übergegangen. Der zweite Sohn Rudolph [s. d. S. 116] hat sich durch seine Lehrthätigkeit hervorgethan.

Wiener Zeitung 1864, Nr. 202, S. 490.