BLKÖ:Sonntag, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Sonntag, Ignaz
Band: 36 (1878), ab Seite: 17. (Quelle)
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Sonntag, Joseph (Maler, geb. in Dresden im Jahre 1786, gest. in Krakau am 1. Februar 1834). War ein Schüler des Dresdener Malers und Radirers Friedrich Christian Klaß, (geb. 1752, gest. 1827), dessen Unterricht er um das Jahr 1798 genoß. Im Jahre 1805 begab sich S. nach Wien, wo er längere Zeit verweilte, und von dort nach Warschau. Von da ging er nach Krakau, wo er seinen bleibenden Aufenthalt nahm und im Jahre 1825 im Lyceum von St. Barbara daselbst die Zeichenlehrerstelle erhielt, welche er bis an seinen im besten Mannesalter von 48 Jahren erfolgten Tod bekleidet hatte. Damit berichtigt sich von selbst Nagler’s Mittheilung, daß sich Sonntag später in Wien niedergelassen habe. Sonntag war ein eben so fleißiger als vielseitiger Künstler, da er Landschaften. Thierstücke und auch Genrebilder malte, und überdieß Vieles in Sepia, Tusch und Aquarell ausgeführt hatte. Längere Zeit malte er auch Bildnisse in Oel, und namentlich waren seine Miniaturporträts beliebt. Von seinen Oelbildnissen sind bekannt: jenes des Krakauer Kanonikus Sebastian Sierakowski in der technischen Schule zu Krakau; – die Bildnisse des Warschauer Bürgers Ignaz Schulz und seiner Frau; – jenes des Stanislaus Potocki, genannt Revera [Bd. XXIII, S. 167, Nr. 33). Großhetmanns der polnischen Krone, im Schlosse zu Lancut, das eine Copie nach dem im Baranowski’schen Schlosse befindlichen Original ist. Daß Joseph Sonntag auch lithographirte, dafür ein Beleg gibt sein von ihm im Jahre 1826 ausgeführtes, lithographirtes Selbstbildniß. In polnischen Quellen erscheint er auch Sontak geschrieben.

Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 18) 9, E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. XVII, S. 73. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8°.). Zweite Abtheilung, Bd. IX, S. 768, Nr. 2.– Rozmaitości, d. i. Miscellen (Lemberger Unterhaltungsblatt, Beilage der Lemberger amtlichen Zeitung, 4°.), 1834, Nr. 16.