BLKÖ:Sterneder, Ferdinand

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 38 (1879), ab Seite: 304. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Ferdinand Sterneder in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Sterneder, Ferdinand|38|304|}}

Sterneder, Ferdinand (regulirter Chorherr zu St. Florian in Oberösterreich, geb. zu Furth in Niederösterreich 4. Jänner 1797, gest. zu St. Florian 26. Juli 1869). Die Gymnasial- und philosophischen Studien beendete er zu Krems, und am 1. October 1815 trat er in das berühmte Stift der regulirten Chorherren zu St. Florian, in welchem er 1818 zum Priester geweiht wurde. Nun wurde er in der Seelsorge verwendet und wirkte in derselben durch dreizehn Jahre, worauf ihn der Propst Arneth im Jahre 1831 in das Stift zurückberief und ihm das Amt eines Novizenmeisters übertrug. Im Jahre 1837 wurde Sterneder Stiftspfarrer in Attnang, kam im Jahre 1848 als Pfarrer nach Mauthhausen, von wo er nach kaum zehnjähriger Thätigkeit, im Jahre 1857 mit einem von Gicht gebrochenen Körper in das Stift zurückkehrte. Dort lebte er noch, seit Jahren an Armen und Beinen völlig gelähmt, durch 12 Jahre und starb daselbst im Alter von 72 Jahren. Von ihm ist nachfolgendes Werk: „Die heiligen Psalmen nach der Vulgata in metrischer Form, mit erklärenden Anmerkungen für das Christenvolk“ (Linz 1859, Ebenhöch, XII, 552 S., 16°.), im Druck erschienen.

Brümmer (Franz), Deutsches Dichter-Lexikon. Biographische und bibliographische Mittheilungen über deutsche Dichter aller Zeiten (Eichstädt und Stuttgart 1877, Brüll’sche Buchhandlung, schm. 4°.) S. 389. – Kehrein (Joseph), Biographisch-literarisches Lexikon der katholischen deutschen Dichter, Volks- und Jugendschriftsteller im 19. Jahrhundert (Zürich u. s. w. 1871, Wörl, gr. 8°.) Bd. II, Seite 173.