BLKÖ:Stržebský, Mansuet

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 40 (1880), ab Seite: 108. (Quelle)
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Stržebský, Mansuet (Componist, geb. zu Geyersberg in Böhmen 11. December 1753, gest. zu Prag 8. Mai 1807). Da er viel Talent zur Musik zeigte, kam er als Sängerknabe zu den Serviten in Krulich, wo er zugleich die Schulen besuchte. Von da ging er einige Jahre später nach Prag, wo er die Humanitäts- und die philosophischen Studien hörte, aber auch seine Uebungen in der Tonkunst, namentlich in der Instrumentalmusik, fortsetzte. Seine musikalische Geschicklichkeit verhalf ihm bald zu Anstellungen. So wurde er im Jahre 1773 zweiter Violinspieler im Kirchenchor des Stiftes Strahow, dann an der Metropolitankirche zu St. Veit und einige Jahre darauf Bratschist am Opernorchester des Prager Theaters. Ueberdies gab er Unterricht auf der Violine und dem Fortepiano, welche beide Instrumente er vorzüglich spielte. Er hat auch Mehreres componirt, und zwar sind von ihm bekannt: einige Terzette, Quartette und Quintette für die damals so beliebte Viola di Gamba, und sein „O salutaris hostia“, welches im Jahre 1800 in der Strahower Kirche aufgeführt wurde, erhielt allgemeinen Beifall. Mißliche Familienverhältnisse und der Tod seiner Frau beschleunigten seinen eigenen Tod, von dem er im Alter von 54 Jahren ereilt wurde.

[[BLKÖ:Dlabacz, Gottfried Johann|Dlabacz (Gottfried Jos.)[[BLKÖ:Dlabacz, Gottfried Johann|, Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Gottlieb Haase, 4°.) Bd. III, S. 238.