BLKÖ:Strachwitz, die Grafen, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 39 (1879), ab Seite: 205. (Quelle)
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Strachwitz (Adelsgeschlecht) in der Wikipedia
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Zur Genealogie der Grafen Strachwitz. Die Strachwitz sind eine schlesische Adelsfamilie, welche sich früher in vielen Linien und Zweigen stark ausbreitete, bis sie in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts nur noch in zwei Häusern, Strachwitz vom Hause Groß-Zauche-Sustky und Strachwitz vom Hause Gebersdorf blühte. Beide Häuser vereinigten im Jahre 1627, bei einer Zusammenkunft zu Zoptau in Schlesien, ihre Wappen, deren Hauptemblem ein blutender Eberkopf war. Diese Wappenvereinigung nebst dem bei diesem Anlasse geschlossenen Familienvertrag bestätigte Kaiser Ferdinand II. ddo. Wien 20. Juli 1627. Maximilian Strachwitz auf Arnsdorf und dessen eheliche Nachkommen erhielten mit Diplom ddo. Regensburg 22. September 1630 von Kaiser Ferdinand II. den Reichsfreiherrenstand. Der apostolische Vicar Mauriz Freiherr von Strachwitz[WS 1] (gest. 1781), Administrator des Bisthums Breslau, stiftete das Familienfideicommiß Groß- und Klein-Weigelsdorf, Boruschowitz und Ramischau, dessen erster Besitzer, sein ältester Bruder Johann Friedrich, Breslau-Brieg’scher Landschafts-Director wurde. Sein dritter Bruder, Karl Joseph, ddo. 6. Juli 1798 mit dem Prädicate von Groß-Zauche und Kamminitz in den preußischen Grafenstand erhoben, erhielt denselben von Kaiser Franz II. ddo. Wien 24. März 1799 bestätigt. Die heute noch stark verbreitete und in gräflichen wie freiherrlichen Linien blühende Familie ist eine vorherrschend preußische, und stehen die gräflichen Linien nur durch die Nachkommen des Grafen Karl Maria, k. k. Kämmerers, in einigen Beziehungen zu Oesterreich. Des Grafen Karl Maria Enkel, Graf Rudolph (geb. 1828), ist k. k. Kämmerer und Major a. D.; dessen Oheim Graf Mauriz (geb. 1804). Herr auf Pichel in Steiermark, gleichsfalls k. k. Kämmerer; Mauriz’ ältester Sohn Alfred Karl (geb. 1829), mit Maria Therese Gräfin Stockau [siehe Seite 71 dieses Bandes] vermält, war k. k. Hauptmann; Alfred Karls Bruder Zdenko Karl (geb. 1839) ist k. k. Kämmerer, Rittmeister a. D. und Herr auf Mamling und Sterzing in Oberösterreich, Die Schwester beider, Gräfin Helena (geb. 1841), ist Ehren-Stiftsdame des adelig weltlichen Damenstiftes „Maria-Schul“ zu Brünn; des Grafen Kar! Maria Schwester Antonia (geb. 1808) vermälte Heinrich Graf Arco (gest. 1871) ist Besitzerin der Herrschaft Gotschdorf bei Jägerndorf in Oesterreichisch-Schlesien und Sternkreuz-Ordensdame. – Noch loser sind die Beziehungen der freiherrlichen Linien, von welchen eine Tochter des Freiherrn Karl (geb. 1796), die Freiin Elisabeth (geb. 2. November 1820), Klosterfrau bei den Salesianerinen in Wien ist; ein Bruder von ihr, Freiherr Hugo aber war im Jahre 1867 Oberlieutenant im k. k. Cürassier-Regiment Herzog Wilhelm von Braunschweig und Adjutant desselben. Zur Stunde befindet sich kein Sproß der Familie Strachwitz im activen Dienste der k. k. Armee; dagegen ist der obgenannte Zdenko Karl Graf Strachwitz Abgeordneter des Großgrundbesitzes im oberösterreichischen Landtage, und er wie noch vier andere Mitglieder der Familie, die Grafen Alfred Karl, Maximilian, Mauriz und Rudolph bekleiden die k. k. Kämmererswürde. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Johann Moritz von Strachwitz (Wikipedia).