BLKÖ:Strassoldo, Julius Joseph Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 39 (1879), ab Seite: 291. (Quelle)
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10. Julius Joseph Graf Strassoldo (geb. im Jahre 1773, gest. in Mailand im Jahre 1830). Er tritt erst mit dem Ende der napoleonischen Herrschaft in Italien, im Jahre 1814, in den Vordergrund, als er den Vorsitz in der provisorischen Commission zu Bologna führte, welche nach Abzug des napoleonischen Heeres unter Murat mit der Regierung der Delegationen betraut war. Den ihm hierauf übertragenen Polizeidirector-Posten in Mailand versah er bis zu seiner am 13. Jänner 1818 erfolgten Wahl zum Regierungs-Präsidenten für die Lombardei, in welcher Stellung er bis an seinen Tod verblieb. In die Zeit seiner Verwaltung fallen an besonders bemerkenswerthen Erlässen und Anordnungen: die mit 12. Juni 1823 publicirte Verfügung bezüglich des Directoriums der Sparcassen; der im nämlichen Jahre nach den Plänen des Architekten Julius Aluisetti in Angriff genommene Bau des großartigen Spitals der barmherzigen Schwestern (Fate bene sorelle); der bereits 1805 begonnene, aber erst 1827 zu Ende geführte Bau des Amphitheaters in der Arena. Nach dem Tode des Grafen wurde demselben in der Kirche Santa Maria della passione ein Denkmal errichtet. [Muoni (Damiano), Collezione d’Autografi di famiglie sovrane, celebrità politiche, militari, ecclesiastiche, scientifiche, letterarie ed artistiche illustrata con cenni biografici ecc. ecc.(Milano 1839, Franc. Colombo, Lex.-8°.) p. 103.] –