BLKÖ:Stromfeld, Franz Friedrich von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Strolz, Joseph
Band: 40 (1880), ab Seite: 82. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Stromfeld, Franz Friedrich von|40|82|}}

Stromfeld, Franz Friedrich von (k. k. Oberstlieutenant, geb. zu Gitschin in Böhmen am 12. März 1812, gest. am 17. Juni 1859 an den in der Schlacht bei Magenta am [83] 4. Juni 1859 erhaltenen Wunden). Im November 1821 trat er als Zögling in die Wiener-Neustädter Militär-Akademie, aus welcher er am 9. October 1827 als Fähnrich zu Albert Graf Gyulai-Infanterie Nr. 21 ausgemustert wurde. Bald darauf in das Infanterie-Regiment Baron Bianchi Nr. 63 übersetzt, rückte er in demselben bis August 1849 stufenweife bis zum Major vor. Einen Monat später kam er in letzterer Eigenschaft zum Erzherzog Wilhelm Infanterie-Regiment Nr. 12 und aus diesem im April 1859 als Oberstlieutenant zum Hartmann Infanterie-Regiment Nr. 9. Während seiner 32jährigen Dienstzeit versah er wiederholt Bataillons- und Divisions-Adjutantendienste. Im ungarischen Revolutionskriege focht er als Hauptmann bei Bianchi-Infanterie, bewirkte die Besetzung und Entwaffnung von Udvarhely in Siebenbürgen und machte überhaupt die ganze Winter-Campagne 1848/49 gegen die aufständischen Szekler mit. Graf Thürheim berichtet in seinem in den Quellen erwähnten Werke, wie Hauptmann Stromfeld, welcher in der Schlacht bei Piski am 9. Februar 1849 ein Bataillon befehligte, eine Cavallerie-Attaque von vier Chevauxlegers-Escadronen auf das kräftigste unterstützte und nach einer gegebenen Decharge die bereits stutzig gemachten feindlichen Huszaren mit dem Bajonnete angreifen ließ. Außer bei Piski kämpfte er rühmlichst noch bei Salzburg (4. Februar), Mühlbach (6. Februar), Szászváros (7. Febr.), Alvincz (9. Febr.), Frauendorf (2. März) und Mediasch (3. März), wofür er am 8. August 1849 mit dem Militär-Verdienstkreuze ausgezeichnet und zur Beförderung außer seinem Range vorgemerkt wurde. Ein Jahrzehent später, 1859, focht er im italienischen Feldzuge, wo ihn am Schlachttage bei Magenta zugleich mit seinem Obersten Karl Hubatschek [Bd. IX, S. 366] ein rühmlicher Soldatentod ereilte. Nachträglich noch wurde er vom Kaiser mit dem Orden der eisernen Krone ausgezeichnet.

Oesterreichischer Militär-Kalender. Herausgegeben vonJ. Hirtenfeld (Wien, kl. 8°.) XIII. Jahrgang (1862), S. 128. – Thürheim (Andreas Graf), Licht- und Schattenbilder aus dem Soldatenleben und der Gesellschaft. Tagebuch-Fragmente und Rückblicke eines ehemaligen Militärs (Prag und Teplitz 1876, H. Dominicus, 8°.), S. 113 und 347, Anmerkung 15.