BLKÖ:Strzelecki, Stanislaus von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Strzelecki, Felix
Band: 40 (1880), ab Seite: 110. (Quelle)
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Strzelecki, Stanislaus von (k. k. Major, geb. zu Dembica in Galizien 2. October 1825, gefallen auf dem Felde der Ehre in der Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866). Ein Bruder des Vorigen. Er trat im October 1836 in die Wiener-Neustädter Militär-Akademie, aus welcher er am 30. September 1844 als Lieutenant ausgemustert und bei Nugent-Infanterie Nr. 30 eingetheilt wurde. In dieser Stellung hörte er noch den höheren Curs und rückte dann am 30. September 1844 als Lieutenant höherer Gebühr zum Regimente ein. Im April 1848 wurde er Oberlieutenant, im October 1849 Hauptmann zweiter Classe, machte als solcher die Feldzüge 1848 und 1849 in Ungarn mit und kam am 20. November 1850 zum General-Quartiermeisterstabe, in welchem er im November 1851 zum Hauptmann erster Classe vorrückte. In dieser Eigenschaft wurde er im April 1854 zu Erzherzog Joseph-Infanterie Nr. 37 übersetzt und durch zwei Jahre als Professor des Situations-Zeichnens und der Terrain-Lehre in der Neustädter Akademie verwendet. Anfangs November 1857 rückte er wieder zum Regimente ein und machte 1859 den Feldzug in Italien mit. Am 1. September 1863 wurde er zum Major bei Erzherzog Karl Ferdinand-Infanterie Nr. 51 befördert und rückte mit seinem Regimente 1866 ins Feld gegen die Preußen. In der Schlacht bei Königgrätz (3. Juli) war sein Regiment in dem furchtbaren auf- und abwogenden Kampfe um den Swieperwald lebhaft engagirt. Nachdem der Brigadier Oberst Karl Pöck und der Generalstabschef des Corps Oberst Görtz von Zertin bereits gefallen, fanden noch der Oberst des Regiments Franz Bergon und Strzelecki mit einem anderen Major den Ehrentod fürs Vaterland. Dem Gefallenen wurde noch nachträglich für sein tapferes Verhalten in diesem Feldzuge der Orden der eisernen Krone dritter Classe zuerkannt. Als Hauptmann gab er folgende Schrift heraus: „Instruction vom Jahre 1861 für das Exercieren und Manövriren der französischen Infanterie. Nach dem französischen Reglement im Auszuge deutsch bearbeitet“, Mit 1 Tafel (Wien 1861, Gerold, 8°.).

Svoboda (Johann), Die Zöglinge der Wiener-Neustädter Militär-Akademie von der Gründung des Institutes bis auf unsere Tage (Wien 1870, Geitler, schm. 4°.), Sp. 728.