BLKÖ:Svoboda, Johann (Militär)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 41 (1880), ab Seite: 83. (Quelle)
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8. Johann Svoboda (geb. zu Hrabacso in Böhmen am 24. Mai 1833). Der Sohn eines Beamten, besuchte er das Untergymnasium in Prag, hörte die Philosophie in Olmütz, die Staatsrechnungswissenschaften an der Hochschule zu Prag, trat aber Anfangs 1854, seiner Vorliebe für das Militär folgend, als Regiments-Cadet in das Infanterie-Regiment Erzherzog Karl Ferdinand Nr. 51 ein, in welchem er im April 1859 zum Lieutenant vorrückte. Nach mehrjähriger Verwendung in den verschiedensten Zweigen des Militärdienstes, namentlich als Adjutant des damaligen General-Majors Freiherrn Packenj von Kielstädten beim Truppen-Commando zu Kaschau, ferner in der ersten Abtheilung des General-Commandos zu Ofen, endlich als Lehrer in der Regiments-Cadetenschule, kam er im Februar 1865 als Adjutant in die Wiener-Neustädter Militär-Akademie, in welcher er 1866 zum Oberlieutenant, 1872 zum Hauptmanne befördert wurde. Bei Beginn des Feldzuges 1866 wurde er als Adjutant des damaligen Akademie-Commandanten, General-Majors Moriz Freiherrn Haugwitz von Piskupitz, mit diesem dem General-Commando für Mähren und Schlesien, später jenem für Böhmen zugetheilt und folgte nach dem Friedensschlusse [84] seinem Chef wieder in die Akademie. Nach nahezu achtjährigem Wirken in derselben, zuletzt auch in der Eigenschaft eines Lehrers, rückte er 1872 systemmäßig zur Truppendienstleistung bei seinem Regimente in Klausenburg ein, mußte jedoch schon im folgenden Jahre aus Anlaß einer acuten Augenkrankheit dem activen Militärdienste entsagen. Gegenwärtig lebt er in Wien. Seit seinem Eintritte in die Militär-Akademie hat er sich vielfach mit literarischen und publicistischen Arbeiten beschäftigt und folgende Werke durch den Buchhandel veröffentlicht: „Die Zöglinge der Wiener-Neustädter Militär-Akademie von der Gründung des Instituts bis auf unsere Tage“ (Wien 1870, F. B. Geitler, schm. 4°.; XIV Seiten, 1124 Spalten, LXXXVIII Seiten Register), ein für die Personengeschichte der k. k. Armee der letzten 130 Jahre geradezu unentbehrliches Buch; – „Die Militär-Akademie zu Wiener-Neustadt“, mit 16 Tafeln in photogr. Glasdruck, 19 Holzschnitten und einem Plane in Kupferdruck (Wien 1873, L. W. Seidel und Sohn, gr. 4°.). Für die erstgenannte Arbeit verlieh ihm Seine Majestät der Kaiser die mit dem ah. Wahlspruche bezeichnete goldene Medaille. Ueberdies verliehen ihm Hessen und Nassau Orden, Hannover und Mecklenburg Medaillen für Kunst und Wissenschaft. –