BLKÖ:Széchenyi, Paul Graf (1789–1871)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 41 (1880), ab Seite: 235. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 11739159X, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Széchenyi, Paul Graf (1789–1871)|41|235|}}

25. Paul Graf Széchenyi (geb. 10. November 1789, gest. zu Oedenburg 30. März 1871), ein Sohn des Grafen Franz aus dessen Ehe mit Julie geborenen Gräfin Festetics de Tolna, und nächstältester Bruder des Grafen Stephan [S. 251], war k. k. Kämmerer und wirklicher geheimer Rath. Als in der denkwürdigen Landtagssitzung vom 3. November 1825 Graf Stephan Széchenyi durch die Widmung seiner von ihm selbst auf 60.000 fl. bezifferten Einkünfte eines Jahres die Gründung der ungarischen Akademie der Wissenschaften sicherte, beeilten sich auch die übrigen Magnaten, das Ihrige zu diesem Zwecke beizutragen, und es spendeten die Grafen Johann Batthyány, Michael und Karl Eszterházy, Ladislaus Festetics und Paul Széchenyi je 10.000 fl. Letzterer zählt auch mit 25 anderen Magnaten zu den Unterzeichnern des Memorandums der Altconservativen, dieses hochinteressanten Actenstückes, welches zuerst 1850 als Beilage zur Nr. 68 des von Albert Hugo redigirten „Pesther Morgenblattes“ erschien, später aber von Eugen von Friedenfels in dessen Monographie „Joseph Bedeus von Scharberg“ (Wien 1877, gr. 8°.) Bd. II, S. 433, aufgenommen wurde. Dieses Memorandum ist sozusagen das politische Glaubensbekenntniß der Altconservativen Ungarns. Der Graf hatte aus zwei Ehen elf Kinder. Der einzige Sohn Andreas aus der ersten Ehe mit Karoline geborenen Lady Meade starb 1840 in Syrien, wohin er mit der Expedition des Erzherzogs Friedrich gezogen war, an der Pest. Aus Pauls zweiter Ehe mit Emilie geborenen Gräfin Zichy-Ferraris entstammen acht Söhne und zwei Töchter, welche aus der Stammtafel ersichtlich sind. [Porträt. Ohne Unterschrift. Lithographie von Gaupmann 1842. Im Lehnstuhl sitzend, mit dem Hauskäppchen auf dem Kopfe (kl. Fol.).] –