BLKÖ:Székely, Alexander (Huszaren-Major)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 42 (1880), ab Seite: 14. (Quelle)
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Székely, Alexander (k. k. Huszaren-Major, Geburtsort und Jahr, ebenso Sterbeort und Jahr unbekannt). Der Sproß einer siebenbürgischen oder ungarischen Familie. Er dürfte seine militärische Laufbahn in dem Regimente begonnen haben, in welchem sein Andenken durch eine Reihe der tapfersten Thaten fortlebt. Im Feldzuge 1788 focht er als Rittmeister im 11. gemeiniglich Szekler-Huszaren genannten Regimente auf dem türkischen Kriegsschauplatze. Im Treffen bei Adschud am 14. October desselben Jahres wird sein Name zum ersten Male lobend erwähnt. – 1793 stand er mit seinem Regimente bei der von dem General der Cavallerie Wurmser befehligten Ober-Rhein-Armee, wo er am 16. October Befehl erhielt, mit der ersten Majors 1. Escadron des Regiments in Rappenau die Vorposten zu besetzen und die Festung Fort-Louis zu beobachten. Als er sich dem ersteren Orte näherte, empfing ihn eine Decharge von vier feindlichen Grenadier-Compagnien. Rasch commandirte er seine Huszaren zum Angriff, sprengte auf die feindlichen Grenadiere los, hieb ein, machte viele von ihnen nieder und nahm 73 gefangen. Das Pferd wurde ihm unter dem Leibe mit dem Bajonnet erstochen. Der Verlust der Escadron betrug an Todten und Verwundeten zwei Mann, sechs Pferde. Mit seinen Huszaren verfolgte er aber die feindlichen Grenadiere bis unter die Kanonen von Fort-Louis. – Im Feldzuge des Jahres 1795 stand das Regiment gleichfalls am Rhein. Da fand im Februar auf diesem Strome der gewaltige Eisstoß statt, welcher von der abgebrochenen Brücke bei Mannheim viele Pontons mit sich führte. Um dieselben vor dem Feinde zu retten, sprang Székely mit einigen [15] Huszaren in einen Nachen und ruderte ungeachtet des heftigen Feuerns der feindlichen Plänkler mitten in den Rhein. Sein Beispiel[WS 1] fand Nachahmung, und alle Pontons wurden gerettet. – Am 24. September genannten Jahres fand am linken Neckarufer das Treffen bei Handschuhsheim statt. Während desselben kämpften am rechten Neckarufer zwei Escadrons des Huszaren-Regiments, geführt von Rittmeister Székely und Oberlieutenant Anton von Bayer, vereint mit einer Escadron Dragoner, gegen die französische Cavallerie, welche sie ungeachtet des heftigsten Kartätschenfeuers in die Flucht schlugen. Dann sprengten sie mit größter Entschlossenheit auf die feindlichen gegen Handschuhsheim vorrückenden Infanterie-Quarrés, hieben in dieselben ein, machten 600 Franzosen nieder und nahmen den feindlichen General Dufour mit 13 Officieren und 800 Mann gefangen. 11 Kanonen waren erobert und außer der Artilleriebespannung noch 47 Pferde erbeutet. Der Rest des feindlichen Corps wurde zerstreut und durch die nachjagenden Huszaren und Dragoner eine feindliche Colonne von 500 Mann in den Neckar gesprengt, in welchem der größere Theil derselben ertrank. – Am 10. November desselben Jahres zeichnete sich Székely in der Pfriem aus. Während der Erstürmung des Ortes Monsheim brach er nämlich mit seinen Escadrons in die Reihe eines feindlichen Bataillons ein und nahm dessen Commandanten mit 13 Officieren und 300 Mann gefangen. – Am 10. December stand das Regiment auf Vorposten zur Beobachtung der Festung Landau. Da ließ der Feind die Vorpostenkette angreifen. Das Regiment mußte sich vor der von allen Seiten vorrückenden feindlichen Uebermacht zurückziehen. Die Arrière-Garde der Oberstlieutenants-Division unter den zwei Oberlieutenants Jos. Handl und Alexander Mottok wich fechtend in bester Ordnung nur Schritt für Schritt. Da griff Rittmeister Szekely in den Kampf ein und hielt den Feind an weiterem Vordringen so lange auf, bis sich die Arrière-Garde nach Fischlingen zurückgezogen hatte. – Im Feldzuge des Jahres 1796 gehörte das Regiment in der Oberrhein-Armee zum Corps des Feldmarschall-Lieutenants Barons Mészáros. Da attakirte am 14.]uni bei Frankenthal unser Székely mit Rittmeister von Hänsch ein französisches Infanterie-Bataillon, welches sie zum größten Theile aufrieben; auch nahmen sie 68 Grenadiere mit 5 Reitern gefangen. – Am 28. Juni aber ließ Oberst von Borra durch Rittmeister Székely, Oberlieutenant Handl und Lieutenant Sillo mit 6 Zügen den auf der Renchner Straße vorrückenden Feind mit verhängtem Zügel angreifen; der französische Vortrab wurde geschlagen und auf seine Haupttruppen zurückgeworfen, bei 100 Mann niedergehauen und 85 Chasseurs zu Fuß gefangen genommen. Im ersteren der in den Quellen genannten Werke des Grafen Thürheim wird nun berichtet, daß im Jahre 1797 ein Anton Székely Major im Regimente wurde, welcher seit 1807 abgängig. In der Geschichte des Regiments aber, welche Graf Thürheim nach den Feldacten berichtet, ist immer nur von einem Rittmeister Alexander die Rede. Herausgebervermuthet, daß dieser und der nachmalige Major Anton Székely im 11. (Szekler) Huszaren-Regimente eine und dieselbe Person seien.

Thürheim (Andreas Graf), Die Reiter-Regimenter [16] der k. k. österreichischen Armee (Wien 1862, F. B. Geitler, gr. 8°.) Bd. II: „Die Huszaren“, S. 287, 289, 295, 297, 298, 299 und 309. – Derselbe, Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen Armee (Teschen 1879–1880, Prochaska. Lex.-8°.) Bd. II, S. 235 und 236.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Beispiiel.