BLKÖ:Tacco, Joseph, Freiherr

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Tacchi, Gaetano
Band: 43 (1881), ab Seite: 8. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Tacco, Joseph, Freiherr|43|8|}}

Tacco, Joseph, Freiherr (k. k. Oberstlieutenant, Ort und Jahr seiner Geburt unbekannt, gest. 1836). Einem alten toscanischen, später görzischen Geschlechte entstammend, über welches die Quellen S. 9 Näheres berichten, ist Joseph der jüngere Sohn des Freiherrn Franz aus dessen Ehe mit Philippine Gräfin Strassoldo. Seine Erziehung erhielt er in der berühmten Karlsschule zu Stuttgart und trat dann in die kaiserliche Armee. Im Jahre 1799 stand er als Oberlieutenant im Infanterie-Regimente Nr. 59, damals Feldmarschall-Lieutenant Alexander von Jordis, heute Erzherzog Rainer, auf dem italienischen Kriegsschauplatze, wo dasselbe am 26. März die Position von Pastrengo an der Etsch tapfer vertheidigte, am 30. März aber im Treffen bei Verona mitfocht, in beiden Actionen starke Verluste erleidend. Bei Parona zeichnete sich unser Oberlieutenant so aus, daß auf ihn die Wahl fiel zur Ueberbringung der Nachricht von dem Siege, welchen Feldzeugmeister Baron Kray in der Schlacht bei Magnano am 5. April g. J. erfochten hatte, worüber in Kray’s Biographie [Bd. XIII, S. 164] Näheres berichtet wird. Freiherr Tacco wurde überdies in Würdigung seines ausgezeichneten Verhaltens außer seinem Range zum Capitainlieutenant im Regiment befördert, später rückte er zum Stabsofficier auf, zuletzt zum Vice-Commandanten der Festung Palmanuova. Er starb als Oberstlieutenant im Ruhestande. Seiner Ehe mit Antonia von Vigyázó entstammen vier Töchter, sämmtlich vermält, wie aus der angeschlossenen Stammtafel ersichtlich ist. Sein älterer Bruder Anton pflanzte das Geschlecht fort.

Thürheim (Andreas Graf), Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen Armee (Teschen 1880–1881, Prochaska, gr. 8°.) Bd. I, S. 420, unter Jahr 1799.