BLKÖ:Tartaglia, Niccola

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 43 (1881), ab Seite: 97. (Quelle)
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Ob der berühmte Mathematiker Niccola Tartaglia (geb. zu Brescia um 1506, gest. zu Venedig 1559) zur Familie der beiden oben Genannten gehört, ist nicht festzustellen. Poggendorff berichtet in seinem unten citirten Werke, von Tartaglia’s Leben sei nur bekannt, daß derselbe Autodidakt gewesen und folgeweise in Verona, Vicenza, Brescia und (seit 1534) in Venedig Mathematik gelehrt habe. Rovani gibt in seinem unten bezeichneten Werke eine ziemlich ausführliche Lebensskizze Tartaglia’s, welcher die Werke des Archimedes und Euklides ins Italienische übersetzt und in seiner „Scienza nuova“ zuerst den Beweis geführt hat, daß die Bahn der Geschützkugeln nicht gerade, sondern krumm sei, und daß ein Erhöhungswinkel von 45 Grad die größtmögliche Schußweite erziele. Auch meldet man von Tartaglia noch, daß man ihm die von Cardanus 1546 veröffentlichte und von Raphael Bombelli vervollkommnete Entdeckung der Regel von den cubischen Gleichungen verdanke. Poggendorff zählt Tartaglia’s sämmtliche Schriften auf [Poggendorff (J. C.), Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften u. s. w. (Leipzig 1863, J. Ambros. Barth, gr. 8°.) Bd. II, Sp. 1069. – Knight (C.), The English Encyklopedia (London 1856). – Libri (G. B. J. T.), Histoire des sciences mathématiques en Italie jusqu’à la fin du XVI. siècle (Paris 1838) tom. III, p. 155. – Rovani (Giuseppe), Storia delle lettere e delle arti in Italia giusta le reciproche loro rispondenze (Milano 1855, Borroni e Scotti, Lex.-8°.) tomo I, p. 554. – Porträte. 1) Unterschrift: „Niccolo Tartaglia“. Da un dipinto. A. Locatelli´ sculp. (4°.). – 2) H. Hondius sc. (8°.).]