BLKÖ:Teuchert, Karl

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Teuchmann, Nicolaus
Band: 44 (1882), ab Seite: 52. (Quelle)
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Teuchert, Karl (k. k. Feldmarschalt-Lieutenant, geb. zu Hradisch in Mähren 9. Juni 1800, gest. zu Wien 11. Februar 1873). Im October 1811 in die Wiener-Neustädter Militär-Akademie aufgenommen, rückte er im September 1819 als Fähnrich zu Albert Gyulai-Infanterie Nr. 21 ein. Im Regimente wurde er 1824 Lieutenant, 1829 Oberlieutenant, 1834 Capitainlieutenant, 1838 Hauptmann, 1845 Major, am 16. April 1849 Oberstlieutenant und am 31. August d. J. Oberst und Regimentscommandant. 1821 focht er im Feldzuge gegen Neapel, fungirte dann in den Subalternchargen mehrere Jahre als Bataillons- und Inhabersadjutant und betheiligte sich 1848 als Major und Commandant des dritten Bataillons mit demselben an der Belagerung Wiens, bei welcher Gelegenheit er eine Wunde davon trug. Als bei Novara (am 23. März 1849) der Oberst sowie der Oberstlieutenant des Regiments tödtlich verwundet wurden, übernahm er, damals noch Major, das Commando desselben und erhielt bei der Einnahme von Livorno den großherzoglich toscanischen Josephorden. Als Oberstlieutenant machte er dann nach der Eroberung von Florenz den Streifzug gegen Garibaldi in das Römische mit und wurde aus diesem Anlaß mit dem Commandeurkreuz des päpstlichen St. Gregorordens ausgezeichnet. Am 31. October 1853 zum Generalmajor und Stadtcommandanten von Mailand ernannt, erhielt er bei Ausbruch des Krieges 1859 die Mission, die eiserne Krone und die übrigen Reichskleinodien von Monza nach Verona in Sicherheit zu bringen. Am 28. Juni 1859 zum Feldmarschall-Lieutenant und Divisionär der Besatzungstruppen in Verona erhoben, verblieb er in dieser Stellung nur zwei Monate, da er bereits am 30. August in den Ruhestand übertrat, welchen er noch 14 Jahre in Wien genoß. Karl Teuchert scheint ein jüngerer Bruder oder doch naher Verwandter des Freiherrn Friedrich von Teuchert zu sein.

Svoboda (Johann). Die Zöglinge der Wiener-Neustädter Militär-Akademie von der Gründung des Institutes bis auf unsere Tage (Wien 1870, Geitler, schm. 4°.) Sp. 405.