BLKÖ:Teuffenbach, Maximilian Ernst

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 44 (1882), ab Seite: 74. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Teuffenbach, Maximilian Ernst|44|74|}}

45. Maximilian Ernst (geb. 21. Febr. 1676, gest. zu Farrach in Obersteier am 16. Februar 1736, nach Anderen 1739), von dem ersten (dem Andreas’schen) Hauptstamme, ein Sohn Karl Friedrichs, machte als Fähnrich im Infanterie-Regimente Baron Stadl (heute Nr. 17) zwei Feldzüge in Deutschland, dann als Lieutenant und Hauptmann in dem 1748 reducirten Infanterie-Regimente Heister gegen die Türken und ungarischen Rebellen zwölf Campagnen (1695–1707) mit. Hierauf als Oberhauptmann nach Karlstadt in Croatien versetzt, kam er am 27. März 1711 in gleicher Eigenschaft nach Zengg, wo er den Rang eines Oberstlieutenants bekleidete. In dieser Stellung unterdrückte er im April und Mai letztgenannten Jahres durch Absendung eines Commandos von 400 Grenzern zu Fuß und 200 zu Pferd einen zu Tollmein im Görzischen Gebiet ausgebrochenen Bauernaufstand. Ferner erhielt er die Mission, einige mit der Republik Venedig durch Grenzverletzungen von Seite der Liccaner entstandene Streitigkeiten zu untersuchen und mit den venetianischen Repräsentanten zur Befriedigung beider Theile diese Angelegenheit zu ordnen, welcher Aufgabe er sich in entsprechender Weise entledigte. Während des Türkenkrieges 1716 drang er mit 2000 Croaten bei Motschila in das türkische Gebiet und kehrte, nachdem er die Ortschaften Ostraschatz und Perkowetz niedergebrannt hatte, mit reicher Beute an Hornvieh und Schafen über Rakowitza zurück. Im Jahre 1717 wurde er Generalverwalter der croatischen Militärgrenze, 1726 Generalwachtmeister, in welcher Eigenschaft er 1736, nach der Angabe des Grafen Thürheim erst 1739, starb. Maximilian Ernst, welcher sich auch um Aufnahme in den deutschen Ritterorden bewarb, vermälte sich am 16. Februar 1710 mit Rosalia Maria Theresia Freiin Haller von Hallerstein, die ihm nur zwei Töchter gebar: Anna Cäcilie vermälte Sigmund Anton Graf Blagay und Marie Anna Regina vermälte Johann Jacob Friedrich Freiherr Geymann von Gallspach. [Thürheim (Andreas Graf), Feldmarschall Otto Ferdinand Graf von Abensperg und Traun 1677–1748. Eine militär-historische Lebensskizze (Wien 1877, Braumüller, gr. 8°.) S. 364. – Großes vollständiges (sogenanntes Zedler’sches) Universal-Lexikon (Halle und Leipzig, Johann H. Zedler) Bd. 42, S. 1649.] –