BLKÖ:Thürheim, Christoph von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 44 (1882), ab Seite: 274. (Quelle)
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4. Christoph von Thürheim (geb. um 1500, gest. zu Tütting am 2. Jänner 1571), ein Sohn Eberhards III. aus dessen zweiter Ehe mit Anna von Essendorf, wirkte durch 40 Jahre als fürstlich Eichstädtischer Rath und Pfleger zu Tütting. Er wurde am Donnerstag nach St. Pauli 1564 auf dem im königlichen Schlosse zu Prag abgehaltenen Landtage des Königreiches Böhmen in dessen Landmannschaft aufgenommen und ist somit eigentlich der erste Thürheim, der in den österreichischen Staatenverband trat, ohne eben in Oesterreich sich seßhaft gemacht zu haben. Ein von ihm verfaßtes Geschlechtsbüchel der Thürheim’schen Familie befindet sich noch im Originale im Besitze der Familie. Christoph vermälte sich 1535 mit Margaretha Marschall von Pappenheim aus der erloschenen Linie der Marschälle von Biberach, und aus seiner 36jährigen Ehe entsproßten zwölf Kinder. Alle späteren Thürheim stammen von ihm. Von seinen Söhnen erreichten nur Philipp Jacob [siehe S. 282, Nr. 35] und Moriz Heinrich das männliche Alter. Letzterer, zweimal vermält, zuerst mit Margaretha Marschall von Pappenheim, dann mit Margaretha von Eyb, starb 1595 als kurfürstlich bayrischer Kämmerer und Pfleger zu Tütting. Von den sechs Töchtern Christoph Thürheim’s war Margaretha mit Hans Christoph von Gundelheim, Anna mit David von Jaxtheim und Elisabeth mit Hans Georg von Parsberg ehelich verbunden. Die übrigen starben im frühesten Alter. –