BLKÖ:Thewrewk von Ponori, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Thewrewk, Árpád
Band: 44 (1882), ab Seite: 213. (Quelle)
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Thewrewk von Ponori, Joseph (Schriftsteller, geb. zu Deva im Hunyader Comitate am 20., nach Anderen 21. Februar 1793, Todesjahr unbekannt). Ein Sohn des Zehenteinnehmers und Ortsnotars Johann Thewrewk (geb. 1760, gest.) aus dessen Ehe mit Barbara geborenen Göttfy, besuchte er das reformirte Gymnasium zu Szászváros und erlangte nach beendeten Studien im Jahre 1812 daselbst ein Lehramt, welches er bis 1816 versah. 1817 wurde er Notar der königlichen Tafel und 1823 erhielt er ein Advocatendiplom. Der Landtag des Jahres 1825 brachte ihn nach Preßburg, wo er während der Sessionsdauer Vorträge über ungarische Sprache und Literatur hielt. 1830 fungirte er als Tafelrichter des Barser und Tolnaer, 1834 als solcher des Oedenburger Comitates. Ein vielseitig gebildeter und unterrichteter Mann, der sich für Literatur sehr interessirte, schrieb er längere Zeit für das damals sehr geschätzte Journal „Erdélyi Muzeum“ (d. i. Siebenbürgisches Museum) und das von Joseph Orosz 1837 begründete, aber schon 1842 unterdrückte politische Blatt „Hirnök“, d. i. Der Bote. Ueberdies lieferte er zahlreiche Beiträge in gebundener Rede, sowie in Prosa, meist in ungarischer Sprache, für die zu jener Zeit in Ungarn erschienenen Taschenbücher und Journale „Aurora“, „Hebe“, „Aspasia“, „Minerva“, „Hasznos múlatságok“, d. i. Nützliche Unterhaltungen, und „Kedveskedő“, d. i. Der Gefällige. Aber er gab auch einige selbständige Schriften heraus, von denen mehrere literarischen und sprachwissenschaftlichen Werth besitzen, und zwar: „Glossarium politico-juridicum“ (1825–1827); – „Dictionarium pentaglottum Fausti Verantii“ (Preßburg 1834), ein fünfsprachiges Wörterbuch; – „Három értekezés Hunyadi Székely János születéséről“, d. i. Ueber [214] die Geburt des Johann Hunyadi Székely (Pressburg 1826); – „Magyar Pantheon. Az 1825, 1826, 1827“, d. i. Ungarisches Pantheon, 1825, 1826, 1827 (Preßburg); – „Magyar Anthologia“, d. i. Ungarische Anthologie, zwei Hefte (ebd. 1832–1833); – „Erdélyi Pantheon“, d. i. Siebenbürgisches Pantheon (ebd. 1834); – „Hunyadi Székely Mátyás serlege“, d. i. Des Matthias Hunyady Székely Becher (Gran 1835); – „Verbőczy István deák müszavai régi magyarításokkal“, d. i. Des Stephan Verböczy lateinisches Kunstwörterbuch mit alten ungarischen Erklärungen (Preßburg 1844). Auch veröffentlichte er einige Artikel biographisch-historischen Inhalts in „Tudományos Gjüjtem.“, d. i. Wissenschaftliche Sammlung, über Johann Balogh-Galantha und Franz Rákóczy. Die in neuerer Zeit herausgegebenen Werke: „Szikély koszorú“, d. i. Epigrammenkranz (Gran 1863, 8°.), und „Összehasonlító Szikélytár. Megtoldva Sz. E. nemi észrevételeivel“, d. i. Vergleichende Epigrammensammlung mit einigen Bemerkungen von E. Sz. (Gran 1863, Horák, 8°.), scheinen entweder aus seinem Nachlasse oder aus seinen in den periodischen Schriften und Almanachen seiner Zeit zerstreut gedruckten Beiträgen gesammelt zu sein.

Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab és Danielik József, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy und Joseph Danielik (Pesth 1856, Gustav Emich, 8°.) Bd. I, S. 640 [nach diesen geb. am 21. Februar 1793, nach Nagy am 20. Februar].
Porträt. Unterschrift: „Ponori Thewrewk József | M. országi és Erdélyi ügyész, a’ | nyelv’ Rhétorika’ és Poézisz’ egykori Ta- | nitója az Erd. Muzéum’, Tud. Gyüjtemény’ | és Szép-Literatúrai Ajándék F. MO | Minerva, Hebe’, Auróra, Aszpázia, Hasz- | nos Múlatságok és Kedveskedő Dolgozó-társa, | ’s több eredeti Munkák Szerzője“. Unter dem Bildrande: „Báró Lütgendorf Férd. fest. és metsz. 1826, gr. 8°. (selten).