BLKÖ:Thurn-Taxis, Lamoral Claudius Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Thurn-Taxis, Marie
Band: 45 (1882), ab Seite: 77. (Quelle)
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Lamoral Claudius von Thurn und Taxis in der Wikipedia
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33. Lamoral Claudius Franz (geb. 1621, gest. 1677). Nach Stramberg [„Rheinischer Antiquarius. Mittelrhein“, III. Abtheilung, 13. Band, S. 749] sind seine Eltern Claudius und Alexandra von Rye; nach Karl Hopf’s „Historisch-genealogischem Atlas“ (Gotha 1858, Perthes, kl. Fol.) I. Abtheilung: „Deutschland“, S. 435, ist er der Sohn Leonhards (gest. 1628) und ein Enkel Lamorals. Wir müssen die Richtigkeit dieser abweichenden Angaben auf sich beruhen lassen. Nach den trefflichen, von lauter berühmten Meistern aus geführten Bildnissen, welche von Lamoral Claudius vorhanden sind, muß er als eine für seine Zeit hochbedeutende Persönlichkeit angesehen werden. Seine Gemalin Anna Francisca Eugenie, eine geborene Gräfin Hornes, schenkte ihm fünf Söhne, von denen einer, Anton Alexander, den Opfertod fürs Vaterland im Kampfe gegen die Türken starb; ein anderer, Eugen Alexander Franz, der nachmalige Reichsfürst, das Geschlecht fortpflanzte und der Stammvater aller heutigen Fürsten Thurn-Taxis wurde. [Porträte. 1) N. v. d. Horst del. P. de Jode sc. (8°.). – 2) N. v. d. Horst del. C. Galle sc. Gürtelbild (Fol.). – 3) N. v. d. Horst p. P. Pontius sc. Kniestück im Alter von 24 Jahren (Fol.). – Medaille. Eine sehr schöne Medaille auf Lamoral Claudius Franz Grafen Thurn und Taxis ist bekannt. Ihre Aversseite zeigt sein rechtsgekehrtes geharnischtes Brustbild mit der Umschrift: „Lamoral Claude François Comte De la Tour“, ihre Reversseite [78] das vierfeldrige Wappen, nämlich 1 und 2 in Silber den Thurm. hinter welchem zwei gekreuzte Lilienscepter sichtbar; 3 und 4 in Gold rechtsschreitende gekrönte Löwen. Darüber die Grafenkrone und rings die Umschrift: „Valsasine. Tassis. Et. Du. Sainct. Empire Etc.“. Eine hübsche Abbildung dieses Wappens siehe in Joh. Hieronym. Lochner’s „Sammlung merkwürdiger Medaillen. Sechstes Jahr 1742 u. s. w.“ (Nürnberg [1742], P. E. Monath, kl. 4°.) S. 357 u. f.] –