BLKÖ:Vetter von der Lilie, Felix (1774–1853)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 50 (1884), ab Seite: 237. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Vetter von der Lilie, Felix (1774–1853)|50|237|}}

II. Einige bemerkenswerte Sprossen der Grafen Vetter von der Lilie.

1. Felix (geb. 24., nach Anderen 26. December 1774, gest. 16. Mai 1853). Er widmete sich ursprünglich dem Staatsdienste und hatte bereits die Studien beendet, als 1795 der Einbruch der Franzosen in Deutschland ihn gleich vielen Anderen zu den Waffen rief. So trat er bei Lacy-Infanterie Nr. 22 unter die kaiserlichen Fahnen, focht in den Schlachten bei Ostrach und Stockach und bis zum Jahre 1805 in allen Gefechten. Als 1809 der Kampf gegen Frankreich von Neuem begann, stellte er sich an die Spitze eines mit nicht geringen Opfern errichteten mährischen Freibataillons und kämpfte die Riesenschlacht bei Aspern mit. Eine feindliche Kugel durchbohrte ihm die Brust; er lebte trotz dieser Wunde wohl noch viele Jahre, aber seine schwankende Gesundheit hinderte ihn, weiter zu dienen, und so trat er, geschmückt mit dem Commandeurkreuze des Leopoldordens und dem Majorstitel, aus den Reihen der activen Armee. Am 2. Jänner 1826 vermälte er sich mit Josephine geborenen Prinzessin von Hohenzollern-Hechingen (geb. 7. Juli 1795, gest. zu Troppau 24. Jänner 1878). Vom Jahre 1844 an lebte er auf seinem Gute Neu-Hübel in Mähren, später zu Troppau in Schlesien, wo er, nahezu ein Achtziger, starb. [Oesterreichischer Soldatenfreund, 1853, S. 460. – Oesterreichischer Militär-Kalender. Herausgegeben von J. Hirtenfeld (Wien, kl. 8°.) V. Jahrg. (1854), S. 150.] –