BLKÖ:Württemberg, Georg Friedrich Herzog

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 58 (1889), ab Seite: 240. (Quelle)
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12. Georg Friedrich Herzog (geb. 24. September 1657, gefallen vor Kaschau in Ungarn am 8. October 1685), ein Sohn Eberhards III. und Marie Dorotheas geborenen Gräfin zu Oettingen. Am Jänner 1682, damals 25 Jahre alt, trat er als Oberstlieutenant in das kaiserliche Kürassier-Regiment Baron Hallewyl (als Graf Podstaczky 1775 reducirt) und marschirte mit demselben im Juli 1682 nach Oberungarn. Im Jänner 1683 warb der Herzog für den Kaiser ein Regiment zu Fuß und wurde Chef desselben (heute Freiherr von Philippovic). Am 6. Mai letztgenannten Jahres kam er zur Hauptarmee, welche damals unter dem Herzog von Lothringen bei Preßburg stand. Nach dem Rückzuge erhielt er Befehl, mit der Hälfte seines Regimentes die Besatzung von Wien zu verstärken, wo er auch am 13. Juli eintraf und den wichtigen Posten am Schottenthor übernahm. Im Jahre 1684 befand er sich wieder bei der Armee in Ungarn. Bei Beginn des Feldzuges 1685 versah er die Dienste eines General-Wachtmeisters und erhielt nach der Eroberung von Eperies, an welcher er den rühmlichsten Antheil hatte, diese Charge selbst. Bei der nun bald darauf erfolgten Belagerung von Kaschau legte er eine Batterie an und erprobte am 18. October ihre Wirkung. Auf dem Wege zum commandirenden General, welchem er darüber Bericht erstatten wollte, wurde er von einer aus der Festung abgefeuerten feindlichen Kanonenkugel im Nacken getroffen und stürzte sofort todt nieder. Der Herzog war unvermält. [Thürheim (Andreas Graf). Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen Armee (Wien und Teschen 1882, Prochaska, gr. 8°.) Bd. II, S. 479, Jahr 1685. – (Zedler’s) universal-Lexikon. Bd. X, Spalte 1010]. –