BLKÖ:Wielopolski von Starykon, Franz (Wojwod von Krakau)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 56 (1888), ab Seite: 25. (Quelle)
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3. Von den fünf Söhnen des Vorigen tritt Franz besonders hervor. Im Jahre 1601 hatte der polnische Reichstag die Errichtung des Majorates von Pinczów, sowie Papst Clemens VIII. die Annahme des Marquistitels dem Großkanzler der Krone Sigismund Myszkowski aus dem Hause Jastrzembiec genehmigt. Dieses Majorat nun, um dessen Erbschaft die Familie Jordan vergebens Proceß führte, fiel an Franz Wielopolski. Derselbe wurde 1688 Starost, 1720 Wojwod von Sieradz und 1728 Wojwod von Krakau. Bei dem Einfalle des Schwedenkönigs [26] Karl XII. in Polen vertheidigte er mannhaft das Königsschloß in Krakau. Dann versah er das richterliche Marschallamt, übernahm wiederholt gesandtschaftliche Missionen, so an König Jacob von England und an Papst Innocenz XII., beide Male mit großem Erfolge für seinen König und sein Land und mit nicht geringen Ehren für seine eigene Person. Franz starb in Krakau am 8. April 1732. Er hinterließ zwei Söhne: Karl Gonzaga und Johann. –