BLKÖ:Wiese, Friedrich (Generalmajor)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 56 (1888), ab Seite: 41. (Quelle)
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Wiese, Friedrich (k. k. Generalmajor, geb. in Oesterreich um 1700, gest. nach 1760). Ueber seinen Lebens- und Bildungsgang wissen wir bis zu der Zeit, da er Hauptmann wurde, nichts. Allem Anscheine nach war er frühzeitig in ein kaiserliches Reiter-Regiment eingetreten, wohl in dasselbe, in welchem er zum Hauptmann vorrückte. Zur Zeit des schlesischen Erbfolgekrieges, also 1741, finden wir ihn als Hauptmann im damaligen Gundakar Graf Althan-Dragoner-Regimente, in welchem er bei Mollwitz am 10. April d. J. auf dem linken vom Feldmarschall-Lieutenant Römer [Bd. XXVI, S. 236] befehligten Flügel kämpfte. In dieser Schlacht erlitt das Regiment starke Verluste, und er selbst trug eine Verwundung davon. Noch focht das Regiment in den Feldzügen der Jahre 1743 in Bayern, 1744 am Rhein, 1745 in Schlesien, 1746 in den Niederlanden. 1754 war Friedrich Wiese Oberst im Regimente, welches er als solcher im siebenjährigen Kriege befehligte. Am Tage der Schlacht bei Lobositz, 1. October 1756, im ersten Treffen der Brigade des Generalmajors Grafen O’Donnel eingetheilt, kam es mit dem damaligen Regimente Cordova-Kürassiere auf dem rechten Flügel durch die preußische Cavallerie hart ins Gedränge, wurde aber durch den General Prinzen Löwenstein, welcher mit den beiden Kürassier-Regimentern Anspach und Bretlach herbeieilte, von seinen Bedrängern befreit. Die Schlachtrelation aber rühmt von Oberst Wiese, daß er sich an diesem Tage durch ruhmwürdige Führung des Regiments ausgezeichnet habe. Im Jahre 1758 rückte er zum Generalmajor vor.

Thürheim (Andreas Graf). Die Reiter-Regimenter der k. k. österreichischen Armee (Wien 1862, F. B. Geitler, gr. 8°.) III. „Uhlanen“, S. 118, 119 und 141.